Spaziergänger getötet - In Österreich Wildtierhalteverbot im Zirkus

Stuttgart/Wien (APA) - Als „vorprogrammiert“ hat am Sonntag die Wiener Agentur „Shifting Values“ das Unglück in Baden-Württemberg bezeichnet...

Stuttgart/Wien (APA) - Als „vorprogrammiert“ hat am Sonntag die Wiener Agentur „Shifting Values“ das Unglück in Baden-Württemberg bezeichnet, bei dem ein ausgerissener Zirkuselefant einen Spaziergänger getötet hat. Die Agentur, die sich dem Wertewandel im Tier-, Arten- und Umweltschutz verschrieben hat, verwies darauf, dass in Österreich seit dem Jahr 2005 ein Wildtierhalteverbot in Zirkussen gilt.

„Wenige Länder innerhalb der EU sind dem Beispiel Österreichs gefolgt“, bedauerte „Shifting Values“ in einer Presseaussendung. Unfälle mit Wildtieren, die in Zirkusunternehmen gehalten werden, seien keine Überraschung. „Eine mobile Haltungseinrichtung kann weder für die Sicherheit von Mensch und Tier sorgen noch eine tiergerechte Haltung ermöglichen“, stellte Nicolas Entrup, der Gründer der Agentur, fest.

Die Debatte über ein Wildtierhalteverbot in Zirkussen in Deutschland dauere seit Jahren an. Die verantwortlichen Entscheidungsträger würden die Faktenlage kennen, doch nicht reagieren, bemängelte Entrup. Er sehe daher „eine Mitschuld“ der deutschen Bundesregierung am jetzigen Unglück..