Bischofsweihe in Graz 3: Das Evangelium als Programm

Graz (APA) - Wenn er gefragt werde welches Programm er für seinen Dienst und den Weg in der Kirche von Graz-Seckau habe, dann müsse er sagen...

Graz (APA) - Wenn er gefragt werde welches Programm er für seinen Dienst und den Weg in der Kirche von Graz-Seckau habe, dann müsse er sagen: „Ich habe kein anderes als das Evangelium“, sagte Wilhelm Krautwaschl, der neue Diözesanbischof, in seiner Ansprache am Sonntag im Grazer Dom. Das Evangelium sei „ein Programm, das nie verbraucht und nie alt ist. Denn: Gott ist immer auf Höhe der Zeit“.

Die Christen in seiner Diözese rief Krautwaschl ebenso dazu auf, das Evengelium als „Programm und Kompass“ zu nehmen. Die „Freude“ des gelebten Evangeliums werde ausstrahlen, „sie kann auch den Suchenden in und außerhalb unserer Kirche Licht und Wegweisung sein“, betonte der neue Diözesanbischof.

Nach dem feierlichen Schlusssegen folgten Ansprachen von Vertretern des Landes, der Landeshauptstadt Graz, des Ökumenischen Forums christlicher Kirchen in der Steiermark und der Diözese Graz-Seckau: Superintendent Hermann Miklas, der Vorsitzende des Ökumenischen Forums christlicher Kirchen in der Steiermark unterstrich die Freude, mit Krautwaschl künftig zusammenarbeiten zu können: „Mehr denn je braucht es das Miteinander. Das ökumenische Miteinander ebenso, wie den interreligiösen Dialog und überhaupt das Gespräch mit vielen gesellschaftlichen relevanten Gruppen“.

Der scheidende steirische Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) unterstrich seine Freude, am Ende seiner eigenen Wirkzeit „diesen besonderen konstitutiven Akt für unsere Diözese, der so bedeutsam für die Steiermark ist“, zu erleben. „Wir können uns in der Steiermark und in Österreich mit Ihnen glücklich und zuversichtlich schätzen“, so Voves.

LH-Stv. Hermann Schützenhöfer (ÖVP) wies auf die besondere Nähe und den Draht Krautwaschls zur Jugend hin. Er sei ein „Priester, der Freude an der Arbeit mit den Jugendlichen hat und sie auf ihrem Weg zu verantwortungsvollen Erwachsenen begleitet“. Mit diesem Bischof sei die Römisch-katholische Kirche „jedenfalls enkerltauglich“. Mit dem Appell „Richten sie ihr Augenmerk besonders auf die jungen Menschen in unserer Diözese, lassen sie auch in Graz die Pfarren die Türen für unsere Jugendlichen wieder weit aufmachen“, stieß der Grazer Bürgermeister, Siegfried Nagl ins selbe Horn.

Nach dem Festgottesdienst wurde zur Agape und zur Begegnung mit dem neugeweihten Diözesanbischof im Burghof und rund um den Dom geladen. Wie auch schon in Teilen der Messe sorgten Musiker und Chöre aus Krautwaschls Heimatregion Gleisdorf für die musikalische Umrahmung des Festes.