IWF: Abkommen mit Athen erfordert von allen harte Entscheidungen
Athen (APA/AFP) - Angesichts der gescheiterten Krisengespräche zwischen Griechenland und seinen Gläubigern hat der Internationale Währungsfo...
Athen (APA/AFP) - Angesichts der gescheiterten Krisengespräche zwischen Griechenland und seinen Gläubigern hat der Internationale Währungsfonds (IWF) von allen Seiten Entgegenkommen gefordert. Um zu einem belastbaren Vertrag zu kommen, müssten beide Seiten „harte Entscheidungen treffen und schwierige Verpflichtungen eingehen“, schrieb Chefökonom Olivier Blanchard in einem am Sonntag vom IWF veröffentlichten Blog.
Darin bekräftigte er die Forderung an die griechische Regierung nach einer Erhöhung der Mehrwertsteuer und Kürzungen der Pensionen. Von den Europäern verlangte er einen neuen Hilfsplan für Griechenland sowie entschiedene Schritte, um die Rückzahlung der griechischen Schulden zu erleichtern. Gleichzeitig aber räumte er ein, dass es bei beiden Seiten Grenzen gebe, die sie nicht überschreiten könnten.
In einer gesonderten Erklärung dementierte der IWF einen Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, wonach er einen zwischen Athen und den Europäern ausgehandelten Kompromiss „torpediert“ habe. Dies sei „falsch“, erklärte Sprecher Gerry Rice. Der IWF sei flexibel, verlange allerdings, dass das griechische Reformprogramm „schlüssig“ sei und Bestand habe.
~ WEB http://www.imf.org ~ APA004 2015-06-15/00:28