Frontex öffnet erste Koordinierungsstelle auf Sizilien

Rom (APA) - Die EU-Grenzschutzbehörde Frontex weihte am Donnerstag in Catania auf Sizilien ihre erste Koordinationsstelle in Italien ein - m...

Rom (APA) - Die EU-Grenzschutzbehörde Frontex weihte am Donnerstag in Catania auf Sizilien ihre erste Koordinationsstelle in Italien ein - mit dem Ziel, das Land im Umgang mit der Flüchtlingsproblematik im Mittelmeerraum zu unterstützen. Der Stützpunkt soll als Basis für die Koordinierung des EU-Grenzschutzeinsatzes „Triton“ im Mittelmeer dienen.

Das Personal der in Warschau stationierten Frontex habe in Catania bereits seine Arbeit aufgenommen, berichtete Frontex-Exekutivdirektor Gil Arias-Fernandez nach Medienangaben. Frontex werde mit der von der EU geplanten Mission zur Bekämpfung der Schlepperbanden über das Mittelmeer kooperieren.

Die Regierung in Rom verschärft indes den Druck auf Brüssel für eine Einigung zur Flüchtlingsproblematik. Innenminister Angelino Alfano berichtete, er setze große Hoffnungen auf den EU-Gipfel Ende kommender Woche, der sich mit der Frage der Verteilung von Flüchtlingen befassen sollte. Wichtig sei vor allem, dass die Rolle der EU-Grenzschutzagentur Frontex gestärkt werde. Alfano drängte auf Anreize zur Finanzierung von Rückführungsabkommen. Die Asyl- und Migrationsfonds der EU sollten aufgestockt werden.

Unterdessen bleibt die Lage in der ligurischen Stadt Ventimiglia an der Grenze zu Frankreich gespannt. Seit Mittwochabend wurden 120 Migranten von der französischen Polizei zum Bahnhof von Ventimiglia geführt, nachdem sie die illegale Einwanderung nach Frankreich versucht hatten. Eine im Bahnhof von Ventimiglia eingerichtete Unterkunft beherbergt 300 Migranten. Die französischen Behörden verweigern seit vergangenem Donnerstag den überwiegend aus Afrika stammenden Flüchtlingen die Einreise über den Grenzübergang zwischen Ventimiglia und Menton.

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