Waffenruhe nach Kämpfen in palästinensischem Flüchtlingslager

Ramallah (APA/dpa) - Nach heftigen Gefechten mit Toten in einem palästinensischen Flüchtlingslager im Südlibanon haben sich die rivalisieren...

Ramallah (APA/dpa) - Nach heftigen Gefechten mit Toten in einem palästinensischen Flüchtlingslager im Südlibanon haben sich die rivalisierende Gruppen auf einen Waffenstillstand geeinigt. Bei Auseinandersetzungen zwischen Mitgliedern der islamistischen Gruppe Al-Makdisi und Kämpfern, die der gemäßigten Fatah nahestehen, waren zuvor zwei Menschen ums Leben gekommen, wie es am Freitag aus dem Lager hieß.

Zehn Menschen seien verletzt worden. Die Gefechte waren am Donnerstag im Flüchtlingslager Ain al-Hilweh ausgebrochen. Verschiedenen palästinensische Gruppen einigten sich daraufhin, eine gemeinsame Sicherheitstruppe in das umkämpfte Viertel des Lagers zu schicken.

In der Vergangenheit war es zu ähnlichen Zusammenstößen in dem Lager gekommen, in dem rund 75.000 Menschen leben. Ain al-Hilweh gilt als rechtsfreier Raum, in dem islamistische Extremisten Unterschlupf gefunden haben. Nach dem Kairoer Abkommen sind die Palästinenser seit 1969 selbst für die Sicherheit in den zwölf palästinensischen Flüchtlingslagern im Libanon zuständig.


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