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Griechenland - Tsipras-Papier sieht Einsparungen von 7,9 Mrd. vor

Brüssel/Athen (APA) - Das zuletzt von der griechischen Regierung vorgelegte Papier mit Einsparungsvorschlägen sieht für 2015 und 2016 eine S...

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Brüssel/Athen (APA) - Das zuletzt von der griechischen Regierung vorgelegte Papier mit Einsparungsvorschlägen sieht für 2015 und 2016 eine Summe von 7,9 Milliarden Euro vor. In griechischen Medien wurden die Zahlen für Sparmaßnahmen veröffentlicht. Der Euro-Gipfel der Staats- und Regierungschefs am Montagabend wird aller Voraussicht nach keine Entscheidung treffen, könnte aber den Weg für eine Einigung ebnen.

Die Sitzung dürfte nach ersten Informationen in EU-Ratskreisen in Brüssel aber kein Nacht-Marathon der 19 Länderchefs der Eurozone werden. Da sich die Staats- und Regierungschefs aller 28 EU-Staaten ohnehin Donnerstag und Freitag zum letzten offiziellen Gipfel vor der Sommerpause treffen, scheint es Montagabend nicht allzu lang zu werden.

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Die Schicksalswoche für Griechenland ist von mehreren Treffen von Finanzministern sowie Staats- und Regierungschefs und auch von Verhandlungen auf Expertenebene geprägt. Die Eurogruppe - also die Finanzminister der Währungsunion - sind bereits Montag Mittag zusammengekommen. Nach zwei Stunden konnten sie allerdings für den folgenden Euro-Gipfel keine Empfehlungen aussprechen. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hatte daraufhin erklärt, es gebe keine Entscheidungsgrundlagen, daher werde es nur zu einem „Beratungsgipfel“ über Griechenland kommen.

Die Eurogruppe wird Mittwoch oder Donnerstag neuerlich zusammentreten. Unmittelbar vor dem EU-Gipfel Donnerstag Nachmittag könnte aber auch ein weiterer Euro-Gipfel stattfinden, der schließlich politische Beschlüsse für eine Griechenland-Lösung treffen könnte. Diese müssten dann aber neuerlich von einer Runde der Euro-Finanzminister abgesegnet werden. Allerdings könnte dies auch im Rahmen einer Telefonkonferenz erfolgen, womit der politische Reisetourismus nach Brüssel zumindest vorläufig eingebremst wäre.

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Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat am Montagabend in Brüssel vor einer Pleite Griechenlands gewarnt. „Ich möchte nicht mit dem Konkurs Griechenlands spekulieren, in keiner Weise“. Vielmehr sollte „etwas Positives herauskommen, auch wenn es bis Donnerstag dauert“.


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