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Europas Leitbörsen zur Eröffnung höher erwartet

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Nach einem starken Wochenstart werden Europas Leitbörsen auch am Dienstag zur Eröffnung höher erwartet. De...

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Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Nach einem starken Wochenstart werden Europas Leitbörsen auch am Dienstag zur Eröffnung höher erwartet. Der Future auf den Euro-Stoxx-50 deutete mit einem Plus von 1,11 Prozent auf 3.640 Punkten einen festeren Start an.

Auch in Frankfurt deutete der DAX-Indikator X-DAX eine dreiviertel Stunde vor dem Handelsstart eine gut 1 Prozent festere Eröffnung des deutschen Leitindex an. Am Vortag hatte er mit einem Kurssprung von knapp 4 Prozent das größte Tagesplus seit August 2012 geschafft.

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Die Annäherung im Griechenland-Streit dürfte weiterhin für Gewinne sorgen. „Das Votum an den Kapitalmärkten war gestern eindeutig: Man findet eine Lösung für das Griechenland-Problem, sodass eine Staatspleite des Landes vermieden werden kann“, kommentierte Analyst Dirk Gojny von der National-Bank den Optimismus der Anleger nach dem gestrigen Sondergipfel der Euro-Staats- und Regierungschefs.

Die Vorgaben der Übersee-Börsen sind verhalten positiv: Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial gab seit dem europäischen Börsenschluss leicht nach, während es an den meisten asiatischen Aktienmärkten bergauf ging.

Bereits zur Wochenmitte sollen erneut die Euro-Finanzminister zusammenkommen. „Ich bin zuversichtlich, dass die Eurogruppe am nächsten Mittwoch Ergebnisse erzielen wird“, sagte EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker nach dem Sondergipfel. EU-Gipfelchef Donald Tusk lobte die jüngsten Spar- und Reformangebote Griechenlands als die „ersten wirklichen Vorschläge in vielen Wochen“. Doch sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch Christine Lagarde, die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), sehen bei den Vorschlägen Athens noch Handlungsbedarf.

„Nach der Frist ist also vor der Frist“, fasste Experte Gojny zusammen. „Ob es jedoch tatsächlich zu einer Einigung kommt, bleibt weiterhin ungewiss. Die Aussagen aus den Eurogruppen-Kreisen klingen zwar wohlwollend. Doch auch das haben wir in den vergangenen Monaten mehrfach erlebt. Die Stimmung kann schnell wieder kippen.“

Auch einige Konjunkturdaten stehen heute auf dem Programm. In Europa stehen die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone im Juni sowie das INSEE-Geschäftsklima für Frankreich an und in den USA werden am Nachmittag die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter für Mai veröffentlicht.

Bei den Einzelwerten könnten in Zürich Syngenta interessant werden. Der Schweizer Agrochemiekonzern hat das Übernahmeoffert des US-Saatgutherstellers Monsanto erneut zurückgewiesen. Der Vorschlag bewertet Syngenta zu niedrig und bringe das Risiko eines Scheitern mit sich, sagte Verwaltungsratspräsident Michel Demare in einem am Dienstag auf Youtube veröffentlichten Video.

Auch Analystenkommentare sorgten bereits für vorbörsliche Kursbewegungen. Beim Broker Lang & Schwarz (L&S) legten die Aktien der Deutschen Telekom um knapp 1 Prozent zu - Händlern zufolge hat die japanische Bank Nomura eine Kaufempfehlung für die Titel der Bonner ausgegeben.

Im MDAX der mittelgroßen Werte ging es für Hochtief um mehr als 1 Prozent nach oben, womit sich eine weitere Erholung der gebeutelten Titel des Baukonzerns abzeichnet. Hier verwiesen Börsianer auf eine positive Studie des Bankhauses Lampe.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA074 2015-06-23/08:49


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