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Rotholz-Umbau schneller als geplant

Zweibettzimmer mit Nasszelle stehen den Rotholzer Schülern schon im nächsten Jahr zur Verfügung. Das Land investiert in das Projekt 8,1 Millionen Euro. Statt eines Neubaus gibt es eine Generalsanierung.

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Von Walter Zwicknagl

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Rotholz –Für eine Generalsanierung des Internatsgebäudes an der Landwirtschaftlichen Lehranstalt Rotholz wurden schon im Vorjahr die Weichen gestellt. Die bestehende Bausubstanz sei in Ordnung, befanden damals Fachleute in einer Studie, als über einen Neubau oder die Sanierung diskutiert wurde. Von einem Baustart im Jahr 2016 war noch im August des Vorjahres die Rede, gebaut wird aber schon seit zwei Wochen. „Weil viele Entscheidungen einfach schneller als gewöhnlich fielen“, war der Tenor bei einer kleinen Feier zum Auftakt der Arbeiten. Von einem Kostenaufwand in der Höhe von 8,1 Millionen Euro spricht LHStv. Josef Geisler.

„Das Internatsgebäude wurde im Jahr 1969 errichtet. Sicherheits- und brandschutztechnische Adaptierungen waren ein Muss“, stellt Tigewosi-Geschäftsführer Franz Mariacher fest. Statt Dreibettzimmern wird es künftig nur mehr Zweibettzimmer geben. Um die Bettenanzahl halten zu können – derzeit sind es 156 – wird das Bestandsgebäude aufgestockt. „Das geschieht in Holzbauweise“, erklärt Architekt Hannes Niedermair. Auf dem Programm steht auch die Sanierung der Turnhalle und des Hallenbades. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten sei im November 2016 zu rechnen, bestätigt Direktor Josef Norz. „Für 50 Schüler mussten wir uns ab kommendem Herbst ein Ausweichquartier sichern“, setzt der Direktor nach.

Projektschwerpunkte wären die thermische Sanierung der Gebäudehülle, die Erneuerung der Haustechnik und Elektroinstallationen, die Modernisierung der Internatszimmer mit eigenen Nasszellen, eine Energieersparnis durch kontrollierte Be- und Entlüftung und die Umsetzung der Barrierefreiheit, betont Franz Mariacher. Durch neue Aufenthaltsräume zwischen den Internatszimmern sollen die schlauchförmigen dunklen Mittelgänge aufgelockert werden.

„Das ist eine sinnvolle Investition in die Zukunft unserer Jugend“, sagt LHStv. Geisler. „Wenn der Landesrechnungshof kritisiert, dass ein beträchtlicher Teil der Schüler nach einem Jahr aussteigt, gebe ich zu bedenken, dass gerade in dieser Zeit Neigungen für handwerkliche Berufe erkannt werden und eine andere Berufsschiene ergriffen wird“, sagt der ehemalige Schüler der LLA Rotholz. In der Kritik standen auch die zu geringen Aufstiegsraten. „Bereits im laufenden Schuljahr kam es zu einer wesentlichen Verbesserung. So liegt die Aufstiegsrate im Schuljahr 2014/15 in beiden Fachrichtungen bei 60 bis 65 Prozent, im kommenden Schuljahr dürfte sie bei 70 Prozent liegen“, prognostiziert Direktor Norz. Die LLA Rotholz werde durch die hohe Anzahl der abbrechenden Schüler – auch Drop-out-Quote genannt – zum Teil Opfer ihres eigenen Erfolges. Denn gerade durch die vielfältige Ausbildung in den Lehrwerkstätten würden sich gar nicht so wenige für einen Lehrberuf entscheiden.


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