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Studie - Weltweit 6 Prozent mehr Börsengänge im ersten Halbjahr

Wien (APA) - Der Börsenboom in China treibt den weltweiten Markt für Börsengänge an: Im ersten Halbjahr gingen laut Beraterfirma EY 631 Unte...

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Wien (APA) - Der Börsenboom in China treibt den weltweiten Markt für Börsengänge an: Im ersten Halbjahr gingen laut Beraterfirma EY 631 Unternehmen an die Börse, um 6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In China und Hongkong hat sich die Zahl von 103 auf 239 mehr als verdoppelt. In Europa und den USA gab es wegen des boomenden Markts für Fusionen und Übernahmen weniger Neuemissionen.

Das weltweite Emissionsvolumen sank um 13 Prozent auf 104 Mrd. Dollar (92,75 Mrd. Euro), in China stieg es um 141 Prozent von 16,6 Mrd. Dollar auf knapp 40 Mrd. Dollar, geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten weltweiten IPO-Barometer des Prüfungs- und Beratungskonzerns EY hervor. Im zweiten Quartal fanden fast 40 Prozent aller Börsengänge weltweit in China statt.

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Für Börsengänge in Österreich ist EY für das zweite Halbjahr „vorsichtig zurückhaltend“, sagte Gerhard Schwartz, Partner und Leiter des Assurance-Bereichs bei EY Österreich heute zur APA. Es hätten einige Unternehmen Pläne, aber die Rahmenbedingungen wie Volatilität und Unsicherheit sowie auch die Themen um die Steuerreform seien nicht förderlich.

Den weltweit größten Börsengang des ersten Halbjahres gab es in Spanien: Die Privatisierung des Madrider Flughafenbetreibers Aena brachte umgerechnet 4,82 Mrd. Dollar ein. Dahinter folgte der chinesische Broker Guotai Junan Securities mit 4,81 Mrd. Dollar - der größte Börsengang in China seit fünf Jahren.

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An den US-Börsen sank im ersten Halbjahr die Zahl der Neuemissionen um gut ein Drittel von 158 auf 101, das Emissionsvolumen fiel um 45 Prozent auf 19,4 Mrd. Dollar.

In Europa wagten 122 Unternehmen den Gang an die Börse. Das waren um gut ein Viertel weniger als im Vorjahreszeitraum mit 168 IPOs (Initals Public Offerings). Das Emissionsvolumen schrumpfte um ein Drittel von 46,6 auf 31,6 Mrd. Dollar. Schwach entwickelt hat sich vor allem London: Die Zahl der Börsengänge halbierte sich von 71 auf 35. In Frankreich gab es einen Rückgang von 21 auf 16 Transaktionen, in Italien von 13 auf 12. In Schweden stieg die Zahl der Neuemissionen von 16 auf 20. In Deutschland gingen im ersten Halbjahr sechs Unternehmen an die Börse - einschließlich des für 30. Juni erwarteten IPO des Berliner Immobilienunternehmens ADO Properties.

„Der weltweite IPO-Markt ist nach wie vor in einer guten Verfassung, das Interesse der Unternehmen an einem Börsengang ist anhaltend hoch“, so Schwartz heute in einer Pressemitteilung. Allerdings führe der Boom auf dem M&A-Markt dazu, dass immer mehr Unternehmen sich statt für einen Börsengang für den Verkauf an einen Investor oder ein anderes Unternehmen entscheiden - ein Trend, der gerade in den USA und Europa zu beobachten sei.“ Im April und Mai dieses Jahres habe der weltweite Markt für Fusionen und Übernahmen (M&A) jeweils Rekordniveaus mit 2.879 Transaktionen im Wert von 399 Mrd. Dollar (April) und 2.653 Transaktionen im Wert von mehr als 400 Mrd. Dollar (Mai) erreicht.


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