Architektenwettbewerb

Siegerprojekt für Hospiz gekürt

Die Visualisierung des Siegerprojektes.
© Josef Andraschko

Ein Linzer Architektenbüro gewann einen EU-weiten Wettbewerb für das neue Tiroler Hospizhaus in Hall.

Hall i. T. –Ein „Haus der Begegnung und der Geborgenheit“ entsteht ab Ende 2016 in Hall auf dem Areal des Landeskrankenhauses. Mit der Ernennung des Siegerprojektes eines zweistufigen EU-weiten Architektenwettbewerbs wurde gestern ein weiterer Schritt in Richtung Umsetzung gemacht.

„Heute werden wir nach der Präsentation noch über die Auftragsvergabe und die Bauplanung beraten. Bis November läuft die Vertrags- und Planungsphase und nach den Ausschreibungen soll Ende 2016 mit dem Bau begonnen werden“, erklärt der Geschäftführer der Tiroler Hospizgemeinschaft (THG), Werner Mühlböck. Sieger Paul Wichert vom Architekturbüro 1 aus Linz überzeugte mit seinem Projekt die Jury. „Es wird ein schlichter, ruhiger Baukörper, der in den Bäumen liegt. Die Natur verschmilzt mit dem Gebäude“, erklärt Wichert.

Die Räume werden um einen Innenhof angereiht. Im Obergeschoss befinden sich die Zimmer mit 14 Betten, das Dachgeschoss wird aus Schulungs- und Seminarräumen bestehen und im Erdgeschoss finden Verwaltung und das Tageshospiz Platz. Besonders hebt Wichert die Balkone für jedes Zimmer hervor, denn diese werden so gestaltet, dass auch Bettlägerige nach draußen können.

„Wir wollen ein Kompetenzzentrum bauen. Hier in Hall entsteht etwas Einzigartiges, weil erstmals alle Angebote der Palliativ- und Hospizpflege unter einem Dach vereint sind“, erklärt THG-Vorsitzende Elisabeth Zanon. Wichert setzte sich gegen 118 weitere eingereichte Projekte durch. „Die Aufgabe war ein Gebäude- bzw. Raumkonzept zu entwickeln, das leicht, offen, aber auch intim ist. Der Sieger löst genau diese Dinge ein“, fasst Jury-Vorsitzender Marcel Ferrier die einstimmige Entscheidung zusammen. Im Frühjahr 2018 soll das neue Hospizhaus eröffnet werden. (saku)