Massenbestattung von Hitzeopfern in Pakistan hat begonnen

Bei Temperaturen von bis zu 45 Grad sind bisher mehr als 1000 Menschen gestorben.

Weil die Totengräber der Stadt überlastet seien, benutzten die Behörden Bagger, um 500 Gemeinschaftsgräber auszuheben.
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Karachi – Eine mehrtägige Massenbeerdigung von mehr als 1.000 Hitze-Opfern hat in der südpakistanischen Stadt Karachi begonnen. Das teilte das Gesundheitsministerium der Provinz Sindh am Freitag mit. Bei Temperaturen bis 45 Grad starben seit Beginn des Ramadan in der vergangenen Woche viele Menschen an Austrocknung und Hitzschlägen.

Allein am Donnerstag starben in den Krankenhäusern von Karachi rund 200 Menschen - dabei waren die Temperaturen mit Höchstwerten von 36 Grad nicht mehr so extrem. Hundert weitere Menschen starben in anderen Teilen der Provinz.

Die Leichenhäuser der Hafenstadt seien so voll gewesen, dass man die Toten auf dem Boden habe lagern müssen, sagte ein Sprecher der Edhi-Stiftung, die mehrere Leichenhäuser in der Stadt betreibt. „Wir haben beschlossen, die Toten zu beerdigen, um Platz zu schaffen.“ Bis zum Freitagnachmittag hätten hundert Beerdigungen stattgefunden, hundert weitere Bestattungen seien für den Abend geplant, am Samstag sollten 300 folgen. Weil die Totengräber der Stadt überlastet seien, benutzten die Behörden Bagger, um 500 Gemeinschaftsgräber auszuheben. (APA/dpa)

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