Mann nach Seitensprung ermordet: Freispruch für Japanerin

Wegen einer Ehebruchsbeichte tötete eine 71-jährige Japanerin ihren krebskranken Mann. Ins Gefängnis muss sie nicht - das Gericht begründete das milde Urteil mit der tiefen Reue der Frau.

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Tokio – Trotz der Tötung ihres 79-jährigen Mannes wegen Ehebruchs hat ein japanisches Gericht für eine 71-Jährige Gnade vor Recht ergehen lassen. Die Frau wurde zu drei Jahren Haft verurteilt, die das Gericht jedoch für fünf Jahre zur Bewährung aussetzte, wie die japanische Zeitung „Asahi Shimbun“ am Freitag berichtete. Begründet wurde das milde Urteil mit der tiefen Reue der Frau.

Schläge gegen Kopf und ins Gesicht

Die Frau hatte während des Prozesses von der tiefen Frustration und Verletzung erzählt, die ihr Mann ihr mit seinen Seitensprung-Beichten zugefügt habe. Obwohl die Affären bereits 36 Jahre zurücklagen, habe sie es nicht verwinden können. „Es war das, was ich am wenigsten hören wollte“, sagte sie dem Bezirksgericht in Tokio demnach.

Die seit ihrem 20. Lebensjahr Verheiratete habe nach eigenen Worten niemals eine außereheliche Affäre gehabt. Sie habe es schon lange gewusst, dass ihr Mann sie betrüge, doch wegen ihrer gemeinsamen Kinder nie offen angesprochen. Ihren krebskranken Mann habe sie dennoch lange gepflegt, hieß es in dem Bericht. Im vergangenen Jahr konnte sie dann offenbar nicht mehr an sich halten: Ihr Mann verstarb an den Folgen von Schlägen gegen Kopf und ins Gesicht. (APA/AFP)

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