Grazer Amokfahrer soll in Wiener Justizanstalt verlegt werden

Offenbar sei es zu „autoaggressiven Handlungen“ des 26-Jährigen gekommen. Die Staatsanwaltschaft Graz soll nun über den Verlegungsantrag entscheiden.

Hunderte Kerzen wurden nach der unfassbaren Tat am 20. Juni 2015 in Graz für die Opfer aufgestellt.
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Wien/Graz – Nach der Amokfahrt in Graz, bei der ein 26-Jähriger mit seinem Wagen drei Menschen getötet haben soll, hat die Leitung der Justizanstalt (JA) Graz-Jakomini nun die Verlegung des Verdächtigen in die Wiener Justizanstalt Josefstadt beantragt. Der Sprecher der Generaldirektion für den Strafvollzug, General Josef Schmoll, bestätigte der APA am Freitag einen Vorabbericht der Tageszeitung „Österreich“.

Zum einen geht es Schmoll zufolge um eine große Emotionalität in der Grazer JA bei Personal und Insassen, zum anderen um suizidale Tendenzen des 26-Jährigen. „Österreich“ zitierte den Sprecher der JA Jakomini, Manfred Ulrich, demzufolge der Beschuldigte „autoaggressive Handlungen“ gesetzt haben soll. Auch gegen andere soll der 26-Jährige laut Medienberichten aggressiv geworden sein. Laut Schmoll wäre in diesem Zusammenhang eine Verlegung in die Josefstadt sinnvoll, weil hier eine entsprechende Sonderkrankenstation zur Behandlung zur Verfügung stünde.

Der Ball liegt nun bei der Staatsanwaltschaft Graz, die über den Verlegungsantrag entscheiden muss. Dabei dürfte abzuwägen sein, ob und wie sehr die Verlegung den Fortgang der Ermittlungen beeinträchtigen könnte. (APA)


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