„Wasser marsch!“ für den Speicherteich am Zettersfeld
Die Lecks sind gefunden, die Schäden behoben. Der Startschuss für die Befüllung des geleerten Wasserspeichers fiel am Wochenende.
Von Claudia Funder
Lienz –Es sprudelt bereits – das Wasser, das den Speicherteich auf dem Lienzer Zettersfeld in den kommenden Monaten wieder auffüllen wird. 130.000 Kubikmeter des kühlen Nass sollen bis Mitte November in den künstlich angelegten Wasserspeicher fließen. „Die Zeit wird knapp, aber wir sind zuversichtlich“, erklärt der Geschäftsführer der Lienzer Bergbahnen, Klaus Hofstätter, im Gespräch mit der TT.
Wie berichtet, war der im Sommer 2013 um vier Millionen Euro für die Beschneiung des Skigebiets Zettersfeld aus dem Boden gestampfte Speicherteich nicht ganz dicht. Die automatische Alarmüberwachung hatte sich bemerkbar gemacht. Erste Kontrollen und Mängelbehebungen führten Taucher bereits im Spätherbst 2014 durch.
Im Winter gab es keinen Vollstau. Die Saison war schwierig, es fiel nur wenig Naturschnee. Ende März dieses Jahres wurde der Wasserspeicher komplett geleert.
Es sollte allerdings noch dauern, bis man den Mängeln buchstäblich auf den Grund gehen konnte. Denn die Lecksuche mittels Gaseinblasung sei nur dann möglich gewesen, wenn die Folie vollkommen trocken war, erklärt Hofstätter: „Der Zeitfaktor war eine große Herausforderung.“
Akribisch sei alles abgesucht worden – eine langwierige Angelegenheit. Mitte Mai stieß man bei der Mängelsuche auf zwei undichte Stellen im nordwestlichen Bereich des Teichs. Vorige Woche entdeckte man noch ein weiteres Leck im Südwesten des leeren Wasserspeichers. Auch ein Haarriss im Entnahmebauwerk wurde entdeckt.
„Ende letzter Woche konnte die Suche abgeschlossen werden“, erklärt der Bergbahnen-Chef. „Undichte Stellen wurden unmittelbar mit Spezialmethoden verschweißt. Die Schäden sind behoben.“
Abschließende Tests vor der Freigabe hätten bestätigt, dass nun alles in Ordnung sei. „Ich muss mich auf die Experten verlassen“, räumt Hofstätter ein. Priorität hatte die Wiederherstellung der Funktionalität mit der Befüllbarkeit des Teichs.
Dieses Ziel ist erreicht. Es schießt wieder Wasser durch die Leitungen. Die Befüllung hat begonnen. Ob ein weiteres Ziel, die angepeilte Füllmenge bis Mitte November, schaffbar ist, sei auch wetterabhängig. „Regnet es viel, kommt einiges an Wasser zusammen“, so Hofstätter. Niederschläge wären zwar gut für den Teich, für eine positive Sommersaison jedoch nicht.
Beim Speicherteich wird nun aufgeräumt, es sind vor allem noch Rekultivierungsmaßnahmen abzuspulen.
Beziffert wird der Schaden noch nicht. „Bis dato sind für uns keine Kosten entstanden“, stellt Hofstätter klar. Er geht davon aus, dass es sich um eine Gewährleistungssache handelt.