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Wiener Börse (Nachmittag) - ATX über 2,2 Prozent im Minus

Wien (APA) - Die Wiener Börse hat am Montag nach dem Referendum in Griechenland am frühen Nachmittag im tiefroten Bereich notiert. Der ATX w...

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Wien (APA) - Die Wiener Börse hat am Montag nach dem Referendum in Griechenland am frühen Nachmittag im tiefroten Bereich notiert. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2.379,02 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 54,22 Punkten bzw. 2,23 Prozent.

Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -1,48 Prozent, FTSE/London -0,58 Prozent und CAC-40/Paris -1,84 Prozent.

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Damit rutschte der heimische Leitindex am frühen Nachmittag noch tiefer in die Verlustzone. Bereits am Vormittag hatte er klare Verluste eingefahren, nachdem weiter unklar ist, wie es mit Griechenland weiter geht. Am Sonntag hatte die Bevölkerung die Reformvorschläge der Gläubiger in einem Referendum mit klarer Mehrheit abgelehnt. Dieses Ergebnis habe die Suche nach einem Ausweg nur noch schwieriger gemacht, sagte Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem.

Am Dienstag findet nun ein Sondertreffen der Eurogruppe statt. Bereits heute entscheidet die Europäische Zentralbank (EZB) erneut über die Notfallkredite (ELA) für die griechischen Banken, die derzeit bei rund 90 Mrd. Euro eingefroren sind. Damit die Banken wieder öffnen können, wäre eine Ausweitung nötig. Eine solche ist den meisten Beobachtern zufolge aber unwahrscheinlich.

Am Montag in der Früh gab der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis überraschend seinen Rücktritt bekannt. Er sprach von einem Schritt, den Ministerpräsident Alexis Tsipras als „potenziell hilfreich“ betrachte, um eine Vereinbarung mit den internationalen Gläubigern zu erzielen.

Bei den Einzelwerten zeigten sich im ATX die beiden Bankaktien besonders schwach. Die Papiere der Raiffeisen Bank International (RBI) gaben um 4,38 Prozent auf 12,54 Euro nach, Anteilsscheine der Erste Group fielen um 3,38 Prozent auf 25,01 Euro. Damit folgten sie dem schwachen europäischen Branchentrend.

In der Gewinnzone notierten hingegen die Titel der Buwog, die zuletzt mit einem Plus von 0,87 Prozent bei 17,94 Euro und damit im Spitzenfeld des prime market standen. Die Analysten der Erste Group haben in einer neuen Studie ihre Anlageempfehlung „Accumulate“ sowie das Kursziel von 21,0 Euro für die Aktie bestätigt. Allerdings rechnen sie mit geringeren Mieteinnahmen als bisher.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX kurz nach Handelsbeginn bei 2.432,99 Punkten, das Tagestief lag um etwa 13.25 Uhr bei 2.375,76 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 2,05 Prozent bei 1.206,05 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market sechs Titel mit höheren Kursen, 31 mit tieferen und zwei unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 3.432.912 (Vortag: 2.335.032) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 94,360 (61,40) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 420.043 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 21,18 Mio. Euro entspricht.

~ ISIN AT0000999982 ~ APA354 2015-07-06/14:27


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