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Causa Wurm - Wohnungskäufe durch Chefs dürften nicht verboten werden

Wien (APA) - In der Causa um die umstrittenen Wohnungskäufe von Gewog-Chef Karl Wurm ist man im sozialen Wohnbau um Schadensbegrenzung bemüh...

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Wien (APA) - In der Causa um die umstrittenen Wohnungskäufe von Gewog-Chef Karl Wurm ist man im sozialen Wohnbau um Schadensbegrenzung bemüht. Der Verband der gemeinnützigen Bauvereinigungen (GBV) will bis Herbst einen Leitfaden mit freiwilligen Empfehlungen ausarbeiten. Ein Verbot von Insidergeschäften - dass etwa Chefs von Bauvereinigungen Wohnungen an sich selbst verkaufen - dürfte aber nicht kommen.

„Es gibt vielschichtige Fragen, die wir zu behandeln haben. Daher will ich mich zu diesem Thema mit Verboten oder Verhinderungen nicht festlegen“, sagte GBV-Vizeaufsichtsratschef Frank Schneider am Mittwoch im ORF-“Mittagsjournal“. Käufe wie jene von GBV-Obmann und Gewog-Chef Wurm habe es in der letzten Zeit schon nicht gegeben.

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Wurm hat mehrere Wohnungen in Gebäuden erworben, die von der Gewog errichtet wurden, unter anderem ein Penthouse im Jahr 2003. Wurm hat bisher betont, stets zu Marktpreisen gekauft zu haben, jedoch bereits eingestanden, dass die Optik „nicht sehr gut“ sei.

Der GBV hat ihrem Obmann vergangene Woche das Vertrauen ausgesprochen. Wurm selbst fordert nun strengere Compliance-Regeln.

Schneider, auch Vorstand der Gemeinnützigen Landeswohnungsgenossenschaft für Oberösterreich (LAWOG), sieht bei dem Thema Abgrenzungsprobleme, wenn sich etwa ein Geschäftsführer bei einer befreundeten Genossenschaft eine Wohnung kauft. Offen sei auch die Frage, ob Kinder von Mitarbeitern einer Wohnbauvereinigung dort ein Ferialpraktikum machen dürfen.

Die Regeln, die der GBV nun ausarbeiten will, werden für die Verbandsmitglieder nicht verpflichtend sein. „Es können nur Empfehlungen sein. Viele Unternehmungen haben sowieso schon Compliance-Regeln“, so Schneider.


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