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Europas Leitbörsen halten im Verlauf ihr Stimmungshoch

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Freitag im Verlauf ihre Gewinne aus dem Frühhandel weiter ausbauen können. ...

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Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Freitag im Verlauf ihre Gewinne aus dem Frühhandel weiter ausbauen können. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 stieg 107,91 Einheiten oder 3,16 Prozent auf 3.527,94 Punkte.

Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.50 Uhr mit 11.259,44 Punkten und plus 263,03 Einheiten oder 2,39 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London stieg um 85,95 Zähler oder 1,31 Prozent und steht nun bei 6.667,58 Stellen.

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Die am Donnerstagabend vorgelegten Sparvorschläge Athens steigerten die Hoffnung auf eine Einigung im griechischen Schuldenstreit. Gegen Steuererhöhungen und Kürzungen bei den Pensionen sollen vonseiten der Gläubiger weitere Milliardenhilfen bewilligt werden. An den Börsen sorgte dies für Erleichterung unter Anlegern. Aussagen zentraler politischer Akteure nährten diese Hoffnungen: So bezeichnete Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem die Vorschläge als „sorgfältig“ und stellte eine „große Entscheidung“ für den Samstag in Aussicht. Dann treten die Euro-Finanzminister zusammen, ehe am Sonntag ein Gipfeltreffen der Regierungschefs anberaumt ist.

Wenig beachtet wurden hingegen Konjunkturdaten aus dem Euroraum. Die Zahlen zur Industrieproduktion in Frankreich und Italien im Mai übertrafen die Erwartungen der Analysten leicht.

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Zweiter Kurstreiber waren unterdessen die Entwicklungen in China, wo die Regierung massiv in den Markt eingegriffen hatte, um den Kursverfall der letzten Tage zu stoppen. Wie nachhaltig diese Interventionen sind, ist angesichts der jüngst veröffentlichten Zahlen aber fraglich. Für IWF-Chefökonom Olivier Blanchard sind die Turbulenzen nur Indikator „größerer Schwierigkeiten in Chinas Übergang zu einem neuen Wachstumsmodell“, die heimische Nachfrage schwächelt. Dies untermauerten die kürzlich veröffentlichten Zahlen zum Automobilmarkt. Die Vereinigung der chinesischen Autohersteller (CA) musste ihre Wachstumsprognose von sieben auf drei Prozent korrigieren.

Dies betraf auch die exportierenden Autokonzerne an den europäischen Börsen. Im Euro-Stoxx-50 bilden Daimler, BMW und Volkswagen die Schlusslichter. Die VW-Papiere waren am frühen Nachmittag mit minus 0,10 Prozent die einzigen mit negativer Entwicklung im Euro-Stoxx-50.

Am stärksten gefragt waren die Aktien von Banken und Versicherungen. Vor allem die zuletzt gebeutelten Bankwerte, die im Branchenmittel um rund vier Prozent wuchsen, präsentierten sich stark: BNP Paribas war mit 5,14 Prozent der am stärksten wachsende Wert im Tagesverlauf, Deutsche Bank stiegen über vier Prozent.

Auch eine anstehende Übernahme stand im Fokus. Die irische Aer Lingus kann den Besitzer wechseln, Ryanair stimmte dem Anteilsverkauf an die British-Airways-Mutter IAG zu. Bisher hält Ryanair knapp 30 Prozent der Aer-Lingus-Aktien, nun bestätigte der Vorstandsvorsitzende Michael O‘Leary den Plan, die Anteile zu verkaufen. IAG legten im Verlauf 2,53 Prozent zu, Ryanair notierten mit 2,97 Prozent im Plus.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA316 2015-07-10/14:12


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