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Norditalienische Veneto Banca plant Börsengang

Rom (APA) - Der Aufsichtsrat der in der norditalienischen Region Venetien etablierte Genossenschaftsbank Veneto Banca hat eine Kapitalaufsto...

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Rom (APA) - Der Aufsichtsrat der in der norditalienischen Region Venetien etablierte Genossenschaftsbank Veneto Banca hat eine Kapitalaufstockung beschlossen. Damit erhofft sich die Bank eine Geldspritze zur Stärkung ihrer Liquidität. Anfang 2016 soll die Kapitalaufstockung gestartet werden, teilte die Bank in einer Presseaussendung am Mittwoch mit.

Krisenbedingt denkt die Veneto Banca auch an eine Fusion. Erwogen wird ein Zusammenschluss mit der Volksbank von Vicenza. Vor einer möglichen Fusion müssten sie aber noch in Aktiengesellschaften (AG) umgewandelt werden. Beide Banken hatten bei den Stresstests der Europäischen Zentralbank (EZB) schwach abgeschnitten. Die Banca Popolare di Vicenza hat im vergangenen Jahr 758 Mio. Euro verloren, die Veneto Banca 650 Mio. Euro.

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Veneto Banca hatte kürzlich die Schließung von 30 Filialen im norditalienischen Raum angekündigt. Die Filialen beschäftigen insgesamt 89 Mitarbeiter. Die Bank mit 5.610 Mitarbeitern und 586 Filialen will so die Kosten eindämmen. Im Jahr 2014 hat die Bank 968 Mio. Euro Schulden angesammelt. Laut dem Entwicklungsplan bis 2017 will die Bank dank einer tiefgreifenden Umstrukturierung Gewinne von 170 Mio. Euro erzielen. Dafür sollen 450 Jobs gestrichen und insgesamt 70 Filialen geschlossen werden.

Die Regierung von Matteo Renzi hat kürzlich eine Volksbanken-Reform erlassen. Danach müssen die zehn größten Volksbanken in Aktiengesellschaften umgewandelt werden. Außerdem wird das Stimmrecht radikal geändert. Statt der alten Volksbanken-Regel „Ein Kopf, eine Stimme“ werden auch hier in Zukunft die Aktionäre gemäß ihren Anteilen abstimmen können. Die alte Regel galt bisher auch für die vielen börsennotierten Volksbanken und hatte Übernahmen de facto unmöglich gemacht. Die Reform der Volksbanken sollte eine Fusionswelle in Bewegung bringen. Die italienische Zentralbank (Banca d‘Italia) und die EZB haben zuletzt die kapitalschwachen Kleinbanken zu Fusionen aufgefordert.

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