Annasäule in Innsbruck beschädigt: Polizei sucht nach Tätern
Irgendwann in den letzten Wochen haben Unbekannte das Denkmal in der Maria-Theresien-Straße beschädigt. Hinweise gibt es keine.
Innsbruck – Der Arm des heiligen Georg verschwunden, die Laterne abgerissen: Die Innsbrucker Annasäule wurde bei einem Vandalenakt schwer beschädigt. „Der Täter ist unbekannt“, sagt Hans Zimmermann, Kommandant der Polizeiinspektion Saggen.
Der Zeitpunkt der Sachbeschädigung ist ebenfalls unklar. Fest steht nur, dass die Annasäule bei der letzten Inspektion am 15. Mai noch in Ordnung war. „Der Schaden wurde bei Renovierungsarbeiten vor über einer Woche entdeckt“, erklärt Bernhard Huter vom Hochbauamt der Landesregierung. Huter geht davon aus, dass der Täter den rechten Unterarm des heiligen Georg an der Südseite der Säule mit einem schweren Gegenstand abschlug: „Der Arm war durch einen Metallstift gesichert und hätte es ausgehalten, wenn sich jemand bloß dranhängt. Wir haben das ausprobiert.“ Der Unterarm war bis jetzt unauffindbar. Im Gegensatz zur ebenfalls abgerissenen Laterne an der Nordseite der Säule, die in der Nähe des Innsbrucker Wahrzeichens sichergestellt werden konnte.
Nach Rücksprache mit dem Restaurator beziffert Huter den Schaden mit 8500 Euro. Der heilige Georg wird noch einige Monate einarmig auf dem Sockel der Säule stehen. Mit einer Reparatur ist erst im Herbst oder vielleicht sogar im Frühjahr zu rechnen.
Der historische Wert der Säule wird durch den Vandalenakt nicht beeinträchtigt: „Die Figuren sind ja keine Originale, sondern nur Kopien“, erläutert Huter. Der historische heilige Georg ist wie die drei anderen Sockelfiguren im Landhaus zu bewundern, die Heilige Jungfrau im Stift Fiecht. (tom)