Wenn der Vater mit dem Sohne ...

„Schürzenjäger“ Alfred Eberharter und sein Sohn Alfred jun. (der inzwischen Bandleader der „neuen“ Schürzenjäger ist) wohnen in Finkenberg in der „Schürzenjägerstraße“ unter einem (großen) Dach.

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Vater und Sohn Eberharter im hauseigenen Tonstudio.
© Hörhager

Von Peter Hörhager

Finkenberg – Wenn er – so wie heute Abend – mit wehender Mähne auf der Bühne seine „Zugin“ bearbeitet, da strotzt er nur so vor Energie. Unglaublich (oder verständlich?!), dass er sich abseits seiner Auftritte komplett zurückzieht. Privat ist Alfred Eberharter nämlich ein Stiller. „Die Hektik und der Wirbel, den das Dasein als Berufsmusiker mit sich bringen, erfordern einen Ausgleich – ich bin ja nicht mehr der Jüngste“, lacht er. Der geborene Ginzlinger gründete mit Peter Steinlechner Ende der 1960er-Jahre die Los Alfredos und L‘Equipe 2000. 1973 schlug die Geburtsstunde der Zillertaler Schürzenjäger (ab 1996 Schürzenjäger), die sich zu einer der kommerziell erfolgreichsten Musikgruppen Österreichs entwickelten.

2007 fand das Abschiedskonzert statt. Kurz nach der Auflösung gründete Alfred Eberharter mit seinem Sohn Alfred jun., der ab 1998 als Gastmusiker und ab 2001 als fixes Bandmitglied bei den Schürzenjägern spielte, die Hey Mann!-Band, die 2011 wieder den alten Namen annahm. Heute steht ab 14 Uhr in Finkenberg der Höhepunkt des Schürzenjäger-Open Airs auf dem Programm. Gäste sind Wolfgang Fierek & Band, Dominik Ofner & Band, ZZ – De Zuagroasten Zillertaler, Lindt Bennett, Ilka Wolf, Tirol Sound (NL) und Vollgas Tirol.

Alfred sen. und Alfred jun. wohnen unter einem Dach. Und zwar gar nicht so weit weg vom Festgelände. Der Alfred hat gemeinsam mit seinem Schwager Peter Steinlechner ab 1986 ein großes Doppelhaus gebaut. „Als der Bagger den Grund ausheben wollte, stieß die Schaufel auf massiven Felsen – Sprengen statt Graben war angesagt“, blickt er zurück. Zwei Jahre später zog die Familie ein. Der Alfred hat – er war ja auch technischer Zeichner – bei der inneren Struktur des Hauses maßgeblich mitgeplant. „Aber den Einbau der Einrichtung bzw. die wohnliche Gestaltung der Räume hat meine Elisabeth geschaukelt“, betont er. Nachsatz: „Ich war ja dauernd auf Tournee.“ Die beiden feierten heuer den 40. Hochzeitstag. Mit Tochter Daniela, Sohn Alfred und den drei Enkelkindern Lukas (20), Florian (8) und Lena (3).

Der Junior wohnt im Erdgeschoß (früher zwei Ferienwohnungen), der Wohnraum der Eltern umfasst den ersten Stock und das Dachgeschoß. Beim Rundgang zeigt sich, was Alfred und Elisabeth bei der Hausplanung wichtig war: viele natürliche Materialien, Rückzugsräume und – Platz für Freunde. „Unser Haus war immer ein Haus der Begegnung“, erklärt der Alfred. Aber wenn er seine Batterien aufladen möchte, geht er – oft für viele Stunden – in sein Atelier. Der Senior-Schürzenjäger ist nämlich auch ein begeisterter (und erfolgreicher) Hobbykünstler.

© Hörhager
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