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Fußball: Sturm und WAC bei Europacup-Generalproben sieglos

Graz/Ried im Innkreis (APA) - Sturm Graz und der Wolfsberger AC laufen am Donnerstag in den Drittrunden-Rückspielen der Europa-League-Qualif...

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Graz/Ried im Innkreis (APA) - Sturm Graz und der Wolfsberger AC laufen am Donnerstag in den Drittrunden-Rückspielen der Europa-League-Qualifikation auswärts Rückständen nach. Die Generalproben für die Partien in Kasan (Sturm) und Dortmund (WAC) glückten am Sonntag nicht nach Wunsch. Sturm musste sich zu Hause gegen Grödig mit einem 1:1 begnügen, der WAC verspielte beim 0:0 in Ried den durchaus möglichen Sieg.

Damit liegt Grödig überraschend und ex aequo mit der Admira, die so wie Grödig als ein Abstiegskandidat gehandelt wird, mit vier Punkten auf Rang drei hinter den beiden Wiener Clubs. Der WAC und Ried sind zwar weiter sieg- und torlos, holten aber jeweils den ersten Punkt und lassen damit zumindest vorerst Meister Red Bull Salzburg hinter sich. Schlusslicht ist Altach, das nach einem 1:3 bei der Wiener Austria ebenfalls ohne Erfolgserlebnis zum Rückspiel nach Guimaraes fliegt.

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Auch Sturm hat sich den Start anders vorgestellt. Die Grazer, mit vielen Vorschusslorbeeren in die Saison gestartet, halten nach zwei Runden erst bei zwei Zählern. „Von der Punkteausbeute sind diese zwei Unentschieden zu wenig“, gestand Franco Foda, der aber keine Panik aufkommen lassen will. „Solche Phasen gibt es im Fußball, es gibt keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen. Wir müssen ruhig bleiben und klaren Kopf bewahren“, forderte der Sturm-Trainer.

Ein herrlicher Tadic-Volley (73.) bewahrte Sturm sogar vor einer Heimniederlage, nachdem Matthias Maak die Grödiger mit der ersten Chance in Führung gebracht hatte (41). „Wir haben das Spiel dominiert und ein Gegentor aus dem Nichts bekommen. In den letzten drei Spielen sind wir mit der ersten Chance des Gegners in Rückstand geraten. Heute haben wir wieder zwei Punkte liegen gelassen, wir Spieler müssen uns an der Nase fassen“, sagte Donis Avdijaj schon schaumgebremst, nachdem sein erster, ganz große Ärger über den Punkteverlust verraucht war.

Der junge Deutsche war Sturms bester Offensivspieler, fehlt aber, wenn die Grazer am Donnerstag in Kasan versuchen, die 2:3-Niederlage wettzumachen. „Ich gebe mir eine Ohrfeige, weil ich am Donnerstag nicht spielen kann“, war Avdijaj ob seiner Sperre betrübt. Sein Teamkollege Thorsten Schick glaubt trotzdem an die Aufstiegschance: „Jetzt gilt es, das (Grödig-)Spiel abzuhaken und alles zu probieren, um in Kasan das Wunder zu schaffen. Warum sollen uns nicht zwei Tore gelingen, die sind uns auch in Graz gelungen.“

Auch beim WAC herrschte der Ärger vor. Die Lavanttaler konnten aus vielen Chancen selbst in Überzahl (Gelb-Rot für Filipovic/58.) kein Kapital schlagen und hatten zudem bei zwei Lattentreffern Pech. „Heute nicht drei Punkte zu machen, ist schon fast eine Kunst“, meinte Trainer Didi Kühbauer, der seine Mannschaft in die Pflicht nahm. „Die Spieler haben geglaubt, in Überzahl schießen wir das Tor automatisch. Der letzte Wille hat gefehlt, die Leidenschaft. Es nutzt nichts, die Chancen zu haben. Man muss die Semmel auch irgendwann reinhauen“, sagte Kühbauer.

Auf sein Team wartet nun eine tolle, aber auch schwierige Herausforderung. Der WAC will nach der 0:1-Heimniederlage gegen Borussia Dortmund auch im Rückspiel beim BVB Klasse beweisen. Der Aufstieg in das Play-off der Europa League scheint gegen die deutsche Top-Mannschaft aber außer Reichweite.


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