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Tourist vor Al-Aksa-Moschee in Jerusalem zusammengeschlagen

Jerusalem/Paris (APA/AFP) - Ein französischer Tourist ist am Dienstag von muslimischen Gläubigen zusammengeschlagen worden, als er vor der A...

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Jerusalem/Paris (APA/AFP) - Ein französischer Tourist ist am Dienstag von muslimischen Gläubigen zusammengeschlagen worden, als er vor der Al-Aksa-Moschee in Jerusalem eine israelische Flagge hervorholte und schwenkte. Wie eine Polizeisprecherin mitteilte, erlitt der zwischen 30 und 40 Jahre alte Franzose leichte Kopfverletzungen. Es handle sich um einen Christen, dessen Motive zunächst unklar blieben.

Er sei wegen Ruhestörung und Verdachts auf Landfriedensbruch zum Verhör abgeführt worden. Auch die vier Angreifer, bei denen es sich um palästinensische Einwohner Ostjerusalems handle, wurden festgenommen, so die Polizei.

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Das Hochplateau in der Jerusalemer Altstadt, das von den Juden als der historische Tempelberg verehrt wird, ist oft Schauplatz von Zusammenstößen zwischen israelischer Polizei und Muslimen. Für den Islam ist das Gelände mit der Al-Aksa-Moschee und dem Felsendom nach Mekka und Medina die drittheiligste Stätte. Andersgläubige Besucher können den Tempelberg, der von einer islamischen Stiftung verwaltet wird, besuchen, dürfen dort aber nicht beten.

In den vergangenen Jahren gehäufte Bestrebungen nationalreligiöser Juden, dort Rituale zu vollziehen, sind Ursache für die wachsenden Spannungen. Israel hatte Ostjerusalem im Sechstagekrieg des Jahres 1967 besetzt und später annektiert, was aber international nicht anerkannt wurde.


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