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Proteste in Bangladesch nach Foltermord an 13-Jährigem

Dhaka (APA/AFP) - Der grausame Foltermord an einem 13-Jährigen hat am Dienstag hunderte Menschen in Bangladesch auf die Straße getrieben. Be...

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Dhaka (APA/AFP) - Der grausame Foltermord an einem 13-Jährigen hat am Dienstag hunderte Menschen in Bangladesch auf die Straße getrieben. Bei einer spontanen Kundgebung in der im Südwesten gelegenen Stadt Khulna forderten sie Gerechtigkeit für den Tod von Mohammad Rakib. Dieser war am Vortag von seinem früheren Arbeitgeber aus Rache für seinen Jobwechsel auf besonders perfide Weise zu Tode gefoltert worden.

Nach Angaben der Polizei hatte Rakib seine Arbeitsstelle bei einm Automechaniker vor einigen Monaten verlassen. Als er am Montagabend an dessen Werkstatt vorbeikam, schnappten sich der Mechaniker und zwei Helfer den 13-Jährigen und zogen ihn in die Halle. Dann führten sie den Schlauch eines Luftkompressors, wie er zum Aufpumpen von Reifen benutzt wird, in den Darm des Buben ein und drehten die Maschine auf. Zwar konnten Anrainer Rakib noch retten und ins Krankenhaus bringen, doch erlag er kurz darauf seinen schweren inneren Verletzungen.

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An den Protesten beteiligten sich am Dienstag auch die Mutter des Buben sowie seine Schwester, während sein Vater in einem tränenreichen Fernsehinterview forderte, die mutmaßlichen Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Diese waren zuvor von Anwohnern aus der Werkstatt geschleift und der Polizei übergeben worden. Sie bleiben während der Ermittlungen in Gewahrsam.

Khulnas Polizeichef Nibash Chandra Majhi zeigte sich von der Grausamkeit der Tat erschüttert. „In meiner ganzen Laufbahn habe ich einen derartigen Mord noch nicht erlebt, das ist Barbarei aus dem tiefsten Mittelalter“, sagte er.

Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef arbeiten in Bangladesch mehr als 3,2 Millionen Minderjährige im Alter zwischen fünf und 17 Jahren. Mindestens 1,3 Millionen von ihnen riskieren dabei ihre Gesundheit und manchmal auch ihr Leben.


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