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Kerry warnt Peking vor Einschränkungen im Südchinesischen Meer

Kuala Lumpur (APA/AFP) - Mit Blick auf die Spannungen im Südchinesischen Meer wegen der Politik Pekings der Landgewinnung in der Region hat ...

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Kuala Lumpur (APA/AFP) - Mit Blick auf die Spannungen im Südchinesischen Meer wegen der Politik Pekings der Landgewinnung in der Region hat US-Außenminister John Kerry vor Einschränkungen der Schiff- und Luftfahrt in der Region gewarnt.

„Die USA werden keine Beschränkungen der Freiheit von Schifffahrt und Flügen akzeptieren“, sagte Kerry am Donnerstag bei einem Treffen der Außenminister der ASEAN-Staaten in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur. Es handle sich um „wesentliche Rechte, die wir alle teilen“.

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Schon am Vortag hatte Kerry im Gespräch mit seinem chinesischen Kollegen Wang Yi Pekings Politik im Südchinesischen Meer kritisiert. Kerry habe „die groß angelegte Landgewinnung, die Umbauten und die Militarisierung von Anlagen durch China“ in dem von mehreren Staaten beanspruchten Seegebiet kritisiert, sagte ein US-Diplomat. „Er hat China ebenso wie die anderen Anspruchsteller ermutigt, die problematischen Aktionen zu stoppen, um Raum für Diplomatie zu schaffen.“

Die Gebietsstreitigkeiten im Südchinesischen Meer dominieren das Treffen der Außenminister der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (ASEAN) in Kuala Lumpur. Mehrere südostasiatische Staaten kritisierten am Dienstag die Politik Chinas in dem ressourcenreichen Meeresgebiet, durch das wichtige Schifffahrtsstraßen führen.

Der philippinische Außenminister Albert del Rosario warf Peking „unilaterale und aggressive Aktivitäten“ in dem Seegebiet vor. Er kritisierte insbesondere den Ausbau von China beanspruchter Inseln, wodurch „Frieden, Sicherheit und Stabilität untergraben“ würden.

Peking will den Streit lieber auf bilateraler Ebene klären. China beansprucht den Großteil des Südchinesischen Meeres für sich, doch erheben neben Taiwan auch die ASEAN-Mitglieder Vietnam, Malaysia, Brunei und die Philippinen Ansprüche. In den vergangenen Monaten schüttete China dort mehrere Inseln auf, um Hafenanlagen und Flugfelder zu bauen und so seine Kontrolle über das Gebiet auszuweiten.


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