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Flüchtlinge - Über 62.000 Asylanträge seit Jahresbeginn in Serbien

Belgrad (APA) - Seit Jahresbeginn wurden in Serbien laut Amtsangaben bereits mehr als 62.000 Asylanträge von Flüchtlingen aus Syrien, Afghan...

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Belgrad (APA) - Seit Jahresbeginn wurden in Serbien laut Amtsangaben bereits mehr als 62.000 Asylanträge von Flüchtlingen aus Syrien, Afghanistan, dem Irak sowie aus anderen Staaten gestellt. Wie der staatliche TV-Sender RTS berichtete, treffen im südserbischen Presevo, nahe der Grenze zu Mazedonien, täglich weiterhin etwa 1.000 Flüchtlinge ein.

In serbischen Expertenkreisen glaubt man, dass der derzeitige Trend noch weitere sechs Monate anhalten werde. Die Behörden in Presevo sind überfordert: Das serbische Rote Kreuz und das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNCHR) sicherten täglich Mahlzeiten für etwa 400 Flüchtlinge. Man habe Gutscheine eingeführt, um Kinder im Alter von bis zu zehn Jahren sowie Frauen vorrangig zu versorgen, wurde Ahmet Alimi vom lokalen Roten Kreuz am Freitag zitiert.

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Nicht-staatliche Organisationen entscheiden sich inzwischen landesweit dazu, Hilfslieferungen selbst zu organisieren. Das in der Belgrader Altstadt liegende Kulturzentrum Mikser hat diese Woche eine Hilfsaktion gestartet und ein Zentrum organisiert, wo Flüchtlinge, für die Belgrad eine Zwischenstation auf ihrem Weg in EU-Staaten darstellt, das Nötigste erhalten können. Die Hilfsaktion hat auch eine symbolische Bedeutung: Sie wurde zum 20. Jahrestag der kroatischen Militäroperation „Sturm“ organisiert, in deren Verlauf etwa 200.000 Krajina-Serben aus ihren Heimen geflüchtet waren.

Von einer Belgrader Privatklinik wurde im Rahmen derselben Aktion beim Belgrader Busbahnhof nun ein Stelle errichtet, an der Kinder täglich ärztliche Hilfe erhalten können. Eine andere nicht-staatliche Organisation will sich allabendlich um Mütter mit Kleinkindern in einem Park gegenüber dem Busbahnhof sorgen. In den letzten Monaten war der kleine Park zum wichtigsten Übernachtungsort und Treffpunkt für Flüchtlinge geworden.

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