Berliner Flughafen - Ausschuss berät über Folgen der Imtech-Insolvenz
Wien/Berlin (APA/dpa-AFX) - Mit einer möglichen weiteren Verzögerung bei der Fertigstellung des deutschen Hauptstadtflughafens („BER“) besch...
Wien/Berlin (APA/dpa-AFX) - Mit einer möglichen weiteren Verzögerung bei der Fertigstellung des deutschen Hauptstadtflughafens („BER“) beschäftigt sich Montag Mittag der Projektausschuss des Aufsichtsrats. Grund dafür ist die Insolvenz der Gebäudetechnikfirma Imtech, die an wichtigen Arbeiten im Terminal beteiligt ist.
Nach der jüngsten Planung soll der neue Großflughafen in der zweiten Jahreshälfte 2017 eröffnet werden.
Flughafenchef Karsten Mühlenfeld hatte den Aufsichtsrat darüber informiert, dass die Imtech-Insolvenz Auswirkungen auf den Bauablauf haben werde. Die Flughafengesellschaft sei für diesen Fall aber vorbereitet. Zumindest ein Teil der Leistungen könne schnell von anderen Unternehmen übernommen werden, hieß es.
Bis kommenden Freitag soll eine Expertengruppe einen ersten Zwischenbericht zur Einschätzung der Folgen vorlegen.
Der Berliner Flughafenkoordinator Engelbert Lütke Daldrup hatte die Situation zuletzt als „nicht so kritisch“ bewertet. „Der Insolvenzverwalter verhält sich kooperativ. Die Arbeiten gehen weiter“, sagte er der „Berliner Zeitung“. Nach dem Insolvenzantrag der deutschen Tochter stellte am Donnerstag ein Gericht auch die Zahlungsunfähigkeit der niederländische Muttergesellschaft Royal Imtech fest.
Unterdessen ersucht die Gesellschaft des Berliner Hauptstadtflughafens (BER) einem Bericht der „Bild am Sonntag“ zufolge mehrere verdächtige, angeblich überhöhte Rechnungen. Laut Zeitung geht es dabei um Nachforderungen von Techniklieferanten wie Siemens, Bosch oder T-Systems, die das Unternehmen bis zur Absage des Eröffnungstermins 2012 beglichen haben soll. Kommentare gab es zu dem Bericht noch nicht.
Die Flughafengesellschaft hat seit gut einem Jahr eine neue Compliance-Beauftragte, die über die Einhaltung etwa von Anti-Korruptions-Regeln zu wachen hat. Der „BamS“ zufolge ist man dabei auf die Rechnungen aufmerksam geworden. Die Gesellschaft betonte, dass es noch keine Schlussrechnung gebe. Bei deren Erstellung würden aber alle „seit Projektbeginn geleisteten Abschlags- und Nachtragszahlungen einer nochmaligen, gesamthaften Prüfung“ unterzogen, um zu hohe Zahlungen ausschließen zu können.
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