Asyl - SPÖ NÖ startet Spendenaktion für Kriegsflüchtlinge

St. Pölten (APA) - Unter dem Motto „Dach über dem Kopf - Solidarität mit Kriegsflüchtlingen“ hat die SPÖ Niederösterreich am Montag eine Spe...

St. Pölten (APA) - Unter dem Motto „Dach über dem Kopf - Solidarität mit Kriegsflüchtlingen“ hat die SPÖ Niederösterreich am Montag eine Spendenaktion gestartet. Die eingehenden Gelder - die Landespartei stieg mit 5.000 Euro ein - sollen u.a. zur mitunter notwendigen Adaptierung von Liegenschaften als Quartiere dienen.

Die prekäre Situation werde im Winter nicht beendet sein, zeigte sich Landesparteichef Matthias Stadler betroffen über die von Amnesty International aufgezeigten Menschenrechtsverletzungen im überfüllten Erstaufnahmezentrum Traiskirchen. „Da kann man nicht zuschauen“, es gelte zu handeln und ein Zeichen der Menschlichkeit zu setzen, forderte er zugleich ein Ende der gegenseitigen Schuldzuweisungen. Knapp 6.000 Flüchtlinge (exakt 5.923) seien aktuell in Landesbetreuung, 753 davon in St. Pölten, wo Stadler Bürgermeister ist. Mit etwas mehr Solidarität würde eine Aufteilung österreichweit gelingen, zeigte er sich überzeugt.

Seitens der SPÖ NÖ werde man auch auf die Bürgermeister zugehen und die Aktionen verstärken, um eine Wende im Denken herbeizuführen. Außerdem will man an alle Mandatare im Bundesland appellieren, die Schulstartaktion, die gemeinsam mit den Kinderfreunden NÖ durchgeführt wird, zu unterstützen. Dabei soll Geld gesammelt werden, um schulpflichtigen Flüchtlingen einen guten Start in der Schule zu ermöglichen.

Am 21. September werden im SPÖ NÖ Haus in St. Pölten Karim El-Gawhary und Mathilde Schwabeneder das Buch „Auf der Flucht“ präsentieren. Auch dabei sollen Spenden gesammelt werden (18.30 Uhr).

Traiskirchen sei - trotz aller Bemühungen der NGO - „stigmatisiert“, es brauche Abhilfe, erklärte Landesgeschäftsführer Robert Laimer. Die Menschen, die nach Österreich kommen, seien Kriegsopfer, die vor dem Terror in ihren Ländern flüchten und ihr nacktes Leben retten. „Wir wollen der Zivilgesellschaft Mut machen, zu helfen“, betonte er und wandte sich zugleich gegen Ausländer-Hetze. Er habe von der FPÖ bisher keinen einzigen konstruktiven Vorschlag zur Lösung der Thematik gehört, meinte Laimer. Beide SPÖ-Politiker erklärten, es brauche eine europäische Lösung, aber man müsse handeln.

Verwiesen wurde bei der Pressekonferenz neben diverser Hilfsaktionen u.a. der Kinderfreunde St. Pölten, darunter Sachspenden für Flüchtlinge, auf den Erfolg vorangegangener Spendenaktionen. Stadler erinnerte dabei an jene für die Hinterbliebenen der Opfer der Bluttat von Annaberg oder nach Hochwasserkatastrophen, und ersuchte auch jetzt um einen Akt der Solidarität (Spendenkonto: „Dach über dem Kopf - Solidarität mit Kriegsflüchtlingen“. IBAN: AT95 1400 0276 1085 1350 / BIC: BAWAATWW)

~ WEB http://www.spoe.at ~ APA239 2015-08-17/13:35