Gesellschaft

Vierlinge von 65-Jähriger dürfen bald nach Hause

Mutter Annegret R. mit Tochter Leila (im November 2005).
© EPA/PATRICK LUX

Der Fall sorgte für Gesprächsstoff: Mit 65 Jahren wurde eine Berlinerin im Mai vierfache Mutter - dabei war sie bereits siebenfache Oma. Nun endet für die Kleinen bald der Klinikaufenthalt.

Berlin– Rund drei Monate nach ihrer Geburt können die Vierlinge der Berlinerin Annegret R. (65) bald die Klinik verlassen. Die Kinder hätten sich nach Angaben der behandelnden Mediziner gut entwickelt und dürften wohl noch imAugust nach Hause, teilte der Sender RTL am Montag mit. Sie waren 14 Wochen zu früh per Kaiserschnitt auf die Welt gekommen. Inzwischen wiegen Neeta, Dries, Bence und Fjonn allesamt mehr als 2,5 Kilo.

Die Schwangerschaft hatte im April bundesweit Aufsehen erregt. Mediziner kritisierten sie als riskant - für Mutter und Kinder. Die pensionierte Lehrerin Annegret R. hatte sich in der Ukraine aus Eizellen- und Samenspenden im Labor gezeugte Embryonen einpflanzen lassen. Sie ist nun Mutter von 17 Kindern.

„Sie sind jetzt eigentlich ganz normale Kinder“, sagte der Leiter der Neonatologie der BerlinerCharité, Christoph Bührer, lautRTL über die Vierlinge. Sie hätten Hunger und würden von der Mutter umsorgt.

Dries habe sich von einer OP am Kopf vor vier Wochen gut erholt. Wegen eines Blutgerinnsels hatte sich Flüssigkeit angesammelt, die nun über einen künstlichen Kanal in den Bauchraum abfließen kann. Das Mädchen Neeta war kurz nach der Geburt am Darm operiert worden. (dpa)