Anschlag in Bangkok- Polizei: 19 Tote und 123 Verletzte
Bangkok (APA/Reuters/dpa) - Bei einem Anschlag im Touristenviertel der thailändischen Hauptstadt Bangkok sind 19 Menschen getötet worden. Un...
Bangkok (APA/Reuters/dpa) - Bei einem Anschlag im Touristenviertel der thailändischen Hauptstadt Bangkok sind 19 Menschen getötet worden. Unter den Toten seien auch drei Ausländer - zwei aus China und einer von den Philippinen, teilte die Polizei mit. 123 Menschen wurden einem Zeitungsbericht zufolge verletzt. Nach Medienberichten kommen sie überwiegend aus China und Taiwan.
„Die Täter wollten unsere Wirtschaft und den Tourismus zerstören, deshalb ereignete sich der Vorfall im Herzen des Touristenviertels“, sagte Verteidigungsminister Prawit Wongsuwan der Nachrichtenagentur Reuters. Nach dem Attentat verschärften die Behörden die Sicherheitskontrollen an großen Kreuzungen und bei Touristenattraktionen.
In mehreren Medienberichten war zuvor von 27 Getöteten die Rede gewesen. Bei dem Sprengsatz habe es sich um eine Rohrbombe gehandelt, teilet der Chef der Polizei des Landes mit. Sie sei im hinduistischen Erawan-Schrein im Zentrum der Millionenmetropole platziert worden. Die Kultstätte wird oft von Touristen vor allem aus Fernost, aber auch von Thailändern besucht. In unmittelbarer Nähe stehen große Hotels, Einkaufszentren und Bürogebäude. Die Sicherheitskräfte riegelten den Anschlagsort ab und suchten nach weiteren Bomben. Später gaben sie Entwarnung.
Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Die thailändischen Streitkräfte kämpfen im Süden des Landes gegen muslimische Aufständische. Anschläge im Landesinnern sind aber selten. In dem Land, in dem Buddhisten die große Mehrheit der Bevölkerung stellen, herrschen seit Mai vergangenen Jahres die Streitkräfte. Sie hatten die gewählte Regierung nach monatelangen Protestaktionen der Bevölkerung gestürzt.
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon sprach den Angehörigen der Opfer des Anschlags in Bangkok sein Beileid aus. Die Nachricht von der Explosion an einem bei Einheimischen und Touristen beliebten Schrein mitten im Einkaufsviertel habe ihn geschockt, sagte Ban laut Mitteilung der Vereinten Nationen in New York am Montag. Ban kondolierte auch der thailändischen Regierung. Den Verletzten wünschte er eine rasche Genesung. Er hoffe, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen würden, sagte Ban weiter.
Angesichts des Bombenanschlags hat das österreichische Außenministerium Montagabend seine Reisehinweise aktualisiert. „Es wird empfohlen, sich vor Reiseantritt und während des Aufenthaltes laufend über die aktuelle Sicherheitslage informiert zu halten, die weiteren Entwicklungen genau zu beobachten, den Anordnungen der Sicherheitskräfte Folge zu leisten und sich von Menschenansammlungen fern zu halten“, heißt es auf der Homepage des Ministeriums. Auf der Außenamts-Homepage ist seit längerem von einem „erhöhten Sicherheitsrisiko“ für Bangkok und andere Landesteile die Rede. Ein „hohes Sicherheitsrisiko“ besteht laut Außenamt für die südlichen Provinzen Narathiwat, Yala, Pattani und Songhkla, sowie für Preah Vihear an der Grenze zu Kambodscha. Vor nicht notwendigen Reisen in diese Provinzen wird abgeraten.
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