Europas Leitbörsen zur Eröffnung kaum verändert erwartet

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die europäischen Leitbörsen am Dienstag werden zur Eröffnung wenig verändert erwartet. Der Future auf den ...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die europäischen Leitbörsen am Dienstag werden zur Eröffnung wenig verändert erwartet. Der Future auf den Euro-Stoxx-50 deutete eine halbe Stunde vor Handelsbeginn eine um 0,11 Prozent niedrigere Eröffnung an. In Frankfurt signalisierte der X-DAX als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex ein Minus von 0,08 Prozent. Der Future auf den Londoner FT-SE-100 wurde mit minus 0,24 Prozent errechnet.

Insgesamt sind die Vorgaben aber eher durchwachsen, da es an den Börsen Asiens zuletzt überwiegend nach unten ging. Experten sehen den DAX denn auch an einem kritischen Punkt. Sollte der Index nicht zeitnah anziehen, würde das Bild für einen weiteren Kursrückgang sprechen, schrieb etwa Charttechnik-Experte Stephen Schneider von der WGZ Bank. Zum Wochenauftakt hatte das Börsenbarometer zunächst zugelegt, war nach schwachen US-Konjunkturdaten aber ins Minus gerutscht.

Im DAX stehen die Papiere von RWE weiter unter Beobachtung. Nach den am Donnerstag vorgelegten Geschäftszahlen für das erste Halbjahr haben sich abermals Analysten skeptisch zu den Aussichten für den Versorger geäußert. So reduzierten zum Beispiel die Experten von Berenberg ihr Kursziel und Lüder Schumacher von der Societe Generale stufte die Papiere sogar von „Hold“ auf „Sell“ ab. Seine Liste der Bedenken sei mit Blick auf das Unternehmen bereits lang und nun um die Erwartung höherer Steuern erweitert worden.

Parallel dazu berichtete das „Handelsblatt“, dass Werner Brandt, Ex-Finanzvorstand und -Arbeitsdirektor von SAP, dem jetzigen Chefkontrolleur Manfred Schneider als Aufsichtsratschef folgen könnte. Brandt lehnte der Zeitung zufolge einen Kommentar ebenso ab wie ein RWE-Sprecher: Schneider äußere sich grundsätzlich nicht zur Nachfolge. Im vorbörslichen Handel beim Broker Lang & Schwarz (L&S) waren die Aktien RWE-Aktien mit einem Minus von 0,41 Prozent die größten Verlierer im DAX.

Im TecDAX waren bei L&S die Aktien von Wirecard gefragt, sie stiegen um 2,38 Prozent. Auch unter dem Strich hatte der Boom im Internethandel bei dem Zahlungsabwickler für einen kräftigen Gewinnsprung gesorgt, wie aus den endgültigen Geschäftszahlen zum ersten Halbjahr hervorging.

In einem ansonsten ruhigen Umfeld dürften auch weitere Analystenkommentare die Kurse bewegen. So hat die britischen Bank HSBC die Papiere der Gea Group zum Kauf empfohlen. Für die Anteilsscheine des Maschinenbaukonzerns ging es bei L&S um rund eineinhalb Prozent nach oben.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA067 2015-08-18/08:47