Kanu: Bei WM gehen drei Österreicherinnen auf Olympia-Tickets los
Mailand/Wien (APA) - Das Hauptaugenmerk von Österreichs Flachwasser-Kanutinnen bei der WM ab Donnerstag in Mailand gilt vorrangig der Qualif...
Mailand/Wien (APA) - Das Hauptaugenmerk von Österreichs Flachwasser-Kanutinnen bei der WM ab Donnerstag in Mailand gilt vorrangig der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro. Dafür ist keine Medaille notwendig, für Yvonne Schuring im Einer aber ein Top-Acht- (200 m) bzw. Top-Sieben-Rang (500 m) sowie für den Kajak-Zweier Ana Roxana Lehaci/Viktoria Schwarz ein Platz unter den besten sechs.
Mit der Erinnerung an die Ränge drei und vier beim Weltcup 2014 in Mailand reiste Schuring an, die bei den Sommerspielen 2012 in London mit Schwarz im Zweier Fünfte geworden war und danach ihre Karriere solo fortsetzte. „Die Strecke taugt mir. Ich werde g‘scheit runterheizen, alles versuchen und dann schauen, was rauskommt. Es wird aber eine extrem enge Angelegenheit“, weiß die 37-Jährige und rechnete vor, dass von den Athletinnen aus 50 Nationen gleich 20 das Zeug hätten, in die Top-8 zu fahren. „Das Gute daran ist, ich zähle zu diesem Kreis.“
Nach dem Gewinn der Silbermedaille bei den Europaspielen in Baku hat Schuring einen langen Trainingsblock eingelegt. Auch Trainer Martin Riedl ist zufrieden. „Yvonne ist gut in Form, deshalb fahren wir auch frohen Mutes nach Mailand. Wir wissen aber, dass es eng und schwierig werden wird. Die Tagesverfassung und die berühmte Portion Glück werden entscheiden“, sagte er. Die Nackenprobleme hat Schuring dank einer Technikumstellung gut in den Griff bekommen.
Während Schuring also zwei Rennen und damit zwei Chancen auf das Erreichen eines Olympia-Quotenplatzes hat, haben Lehaci/Schwarz nur die 500 m. „Wir haben in den letzten Tagen noch kurze Trainingsreize gesetzt und die letzte Feinabstimmung getroffen. Wir haben alle Hausaufgaben erledigt und fahren in Topform zur WM und wollen natürlich unbedingt ins Finale“, sagte Schwarz. „Die WM ist das Ereignis, für das wir das ganze Jahr hart trainieren. Die Wettkämpfe vorher waren quasi nur Generalproben, die auch wirklich gut gelaufen sind“, meinte Lehaci.
Seit ihrem fünften Platz im Weltcup in Duisburg haben Lehaci/Schwarz hauptsächlich in Italien trainiert, so drei Wochen bei Coach Guglielmo Guerrini in Ravenna und vier Wochen im Höhentraining Maso Corto. Den Feinschliff holten sich die beiden in Ravenna. „Wir haben vom harten Wasser in den Bergen auf die warmen Gewässer umgestellt. Der Unterschied ist größer, als viele wahrscheinlich für möglich halten. Auf Warmwasser ist das Gefühl viel besser, ergo sind auch die Zeiten schneller“, erklärte Lehaci. Wie die Einerkollegin hat auch das rot-weiß-rote Duo den ersten Auftritt am Donnerstag.
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