Österreichische Höhlenrettung feiert 50. Geburtstag
Wien (APA) - Dutzende Forscher erkunden Jahr für Jahr die Höhlen in Österreich. Dank der peniblen Schulung und der guten Ausrüstung sind Unf...
Wien (APA) - Dutzende Forscher erkunden Jahr für Jahr die Höhlen in Österreich. Dank der peniblen Schulung und der guten Ausrüstung sind Unfälle dabei extrem selten. Falls aber dennoch ein Unglück passiert, braucht es eine Rettungsgruppe, die für diese extremen Einsätze auch entsprechend gewappnet ist. Aus diesem Grund wurde vor 50 Jahren die Österreichische Höhlenrettung gegründet.
Vor Gründung der Höhlenrettung am 13. November 1965 waren die Einsätze nach einem Unfall schwierig. Es mussten erst Forscher gefunden werden, um eine Schachtbergung überhaupt möglich zu machen. „Rettungsmaterial und Tragen waren zu der Zeit nicht vorhanden, viele Ausrüstungsgegenstände entweder bereits überaltert, ausgedient oder selbst gefertigt“, hieß es in einer Aussendung.
Um die Rettungsmaßnahmen besser zu gestalten, schlossen sich schließlich die Höhlenvereine aus Salzburg, Oberösterreich, Steiermark, Tirol, Wien und Niederösterreich in Linz zur Österreichischen Höhlenrettung zusammen. Ihre Hauptaufgabe war vor allem die Erstellung österreichweiten Alarmplanes. „Erstmalig konnten somit Menschen, die in Höhlen in Not geraten sind, durch systematische Hilfe an die Oberfläche gebracht werden“, erklärte die Höhlenrettung.
Heute gibt es in sieben Bundesländern (außer Burgenland und Vorarlberg) insgesamt 18 Einsatzstellen der freiwilligen Höhlenrettung. In Vorarlberg übernimmt die Feuerwehr die Höhlenbergungen, das Burgenland wird vom Landesverband Niederösterreich mit betreut. Die Finanzzierung erfolgt größtenteils durch Subventionierungen der Bundesländer.
Was die Österreichische Höhlenrettung leisten kann, zeigte sich im Juni 2014 bei der Bergung eines schwer verletzten deutschen Höhlenforschers in der Riesending-Schachthöhle im Untersberg aus rund 1.000 Meter Tiefe. Höhlenretter aus fünf Nationen waren dafür zwölf Tage lang im Einsatz, 42 davon kamen aus Österreich. Der Verunfallte konnte trotz seiner schweren Kopfverletzungen erfolgreich geborgen werden.
Kommentare