Griechenland - Schäuble weist Spekulationen über Mehrbedarf zurück
Berlin (APA/AFP) - Das deutsche Finanzministerium dementiert, dass das hochverschuldete Griechenland noch mehr Geld als bisher bekannt benöt...
Berlin (APA/AFP) - Das deutsche Finanzministerium dementiert, dass das hochverschuldete Griechenland noch mehr Geld als bisher bekannt benötigt. „Der Finanzbedarf bleibt unverändert bei 86 Milliarden Euro“, erklärte das von Wolfgang Schäuble (CDU) geleitete Ministerium am Dienstag in Berlin.
Die 86 Milliarden, um die es bei der für Mittwoch geplanten Beschlussfassung im Bundestag gehe, seien der zu deckende Finanzbedarf Griechenlands, hieß es in der Erklärung. Die in dem Regierungsantrag zusätzlich genannten 6,2 Mrd. Euro würden durch Privatisierungen erzielt. Es handle sich um Finanzmittel, die Griechenland sofort selber aufbringen könne. Die rund 92 Mrd. Euro, die sich aus der Addition beider Summen ergäben, seien der Bruttofinanzbedarf Griechenlands.
Zuvor hatte die „Süddeutsche Zeitung“ vom Dienstag berichtet, die internationalen Geldgeber gingen nun von einer Gesamtsumme von etwa 92 Mrd. Euro aus, die Griechenland benötige. Das übersteige deutlich den Betrag von bis zu 86 Mrd. Euro, der in der Erklärung des Euro-Sondergipfels vom 12. Juli genannt worden sei.
Über das Hilfsprogramm beraten am Dienstag die Fraktionen im Bundestag. Bei der für Mittwoch angesetzten Entscheidung im Plenum wird mit Spannung erwartet, wie viele Abgeordnete der Union dem Antrag der Regierung ihre Zustimmung verweigern.
Kommentare