Saab enttäuscht Hoffnung auf Wiederbelebung der Automarke
Ein Sprecher des Rüstungsunternehmens Saab dementierte am Dienstag, dass es Gespräche mit dem Saab-Nachfolger National Electric Vehicle Sweden (Nevs) gebe.
Peking/Trollhättan - Der schwedische Rüstungskonzern Saab hat Hoffnungen auf eine Wiederbelebung der gleichnamigen Automarke eine Absage erteilt. Ein Sprecher von Saab dementierte am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP, dass es Gespräche mit dem Saab-Nachfolger National Electric Vehicle Sweden (Nevs) gebe.
„Gegenwärtig führen wir keine Gespräche über die Möglichkeit von Nevs, in Zukunft die Marke zu nutzen. Und dies ist schon eine ganze Weile der Fall.“
Zuvor hatte Nevs-Chef Mattias Bergman der Tageszeitung „Svenska Dagbladet“ (Dienstagsausgabe) gesagt, die bisherigen Bemühungen zur Wiedererlangung der Markenrechte seien ohne Erfolg gewesen. „Es ist unser Ziel, aber mit Saab hat sich nichts ergeben. Wir sprechen mit ihnen.“
Der traditionsreiche Autohersteller gehört seit Mitte 2012 der chinesischen Gesellschaft National Electric Vehicle Sweden (Nevs). Danach wurden nur noch zwischen Ende 2013 und Mai 2014 Autos gebaut. Als Nevs im Sommer 2014 ein Insolvenzverfahren startete, entzog der Rüstungskonzern Saab Nevs die Markenrechte.
Nevs musste sich strategisch neu ausrichten und kündigte am Montag die Unterzeichnung eines Partnerschaftsvertrages mit dem chinesischen Autobauer Dongfeng an, einem der wichtigsten Aktionäre des französischen Autobauers PSA Peugeot Citroën. Nevs soll nun sein kaufmännisches und regulatorisches Fachwissen über Europa und Nordamerika teilen und bekommt dafür kaufmännische und technologische Unterstützung in China. (APA/AFP)
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