Europas Leitbörsen zur Eröffnung deutlich schwächer

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Mittwochvormittag mit klar negativer Tendenz gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 sta...

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Mittwochvormittag mit klar negativer Tendenz gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.15 Uhr mit minus 1,15 Prozent oder 40,04 Punkte bei 3.455,34 Einheiten. Der DAX in Frankfurt fiel 1,10 Prozent oder 120,32 Zähler auf 10.795,60 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 0,92 Prozent oder 60,19 auf 6.466,10 Punkte.

Das dominierende Thema bleibt derzeit die wirtschaftliche Unsicherheit ausgehend von China. Die Börsen in Übersee schlossen überwiegend mit Verlusten und liefern daher heute auch keine positiven Impuls für die Leitbörsen in Europa.

Gestern sorgten Zeichen einer wirtschaftlichen Entspannung in den USA für leichten Aufwind an den europäischen Märkten. Und auch heute könnten relevante Neuigkeiten aus den USA kommen: Anleger erwarten sich von der Veröffentlichung der Protokolle der letzten Zinssitzung der US-Notenbank Hinweise auf eine bevorstehende Zinswende in den USA. Die Unterlagen werden allerdings erst nach Börsenschluss veröffentlicht.

In Deutschland stimmt der Bundestag über neue Milliardenhilfen für Athen ab. Es gilt zwar als sicher, dass die Parlamentsmehrheit den Weg für die Auszahlung von bis zu 86 Milliarden Euro aus dem dauerhaften Euro-Rettungsschirm ESM freimachen wird. Der Widerstand gegen die deutsche Kanzlerin Angela Merkel steigt allerdings auch in den eigenen Reihen.

Im Branchenvergleich starteten heute alle Sektoren des Euro-Stoxx negativ. Am schwächsten begannen die Chemie- und Technologiekonzerne. Bei den Einzelwerten bot sich zunächst noch kein eindeutiges Bild. Der schwächste Wert im Euro-Stoxx-50 war zunächst der niederländische Halbleiterkonzern ASML mit minus 1,77 Prozent.

Mit vergleichsweise geringen Verlusten zeigten sich bis dato Banken und Versicherer im Euro-Stoxx-50: Santander mit einem Minus von 0,20 Prozent AXA mit minus 0,31Prozent und die Münchner Rück mit minus 0,50 Prozent.

Im DAX blieb zunächst nur der Sportartikelhersteller Adidas positiv (plus 0,09 Prozent). Der Braukonzern Carlsberg fiel nach Handelsstart um 7,71 Prozent nachdem sein Gewinn im zweiten Quartal geringer ausgefallen war, als Analysten erwartet hatten. Und der britische Autoversicherer Admiral Group konnte nach einer überraschend besseren Dividende ein Plus von 4,33 Prozent verzeichnen.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA153 2015-08-19/10:30