Standort Tirol

TVB entdeckt Karwendel für sich

© Naturpark Karwendel

Der Naturpark soll stärker vermarktet werden, ein Großprojekt sitzt in den Startlöchern.

Von Denise Daum

Scharnitz –Wahrlich beeindruckend ist die Kulisse des Karwendels mit seiner naturbelassenen Schönheit. Den Naturpark in den Köpfen der Touristen stärker verankern möchte nun der Tourismusverband Olympiaregion Seefeld. „Das Karwendel hat ein touristisches Potenzial, das nicht genügend ausgeschöpft wird“, erklärt TVB-Vorstand Christian Wandl. Als Startschuss für die Neupositionierung des Karwendels bezeichnet der Hotelier das geplante Projekt in Scharnitz, das Gemeinde, TVB und der Naturpark Karwendel gemeinsam realisieren wollen. Zum einen ist in der Länd in Scharnitz als Eingangstor zum Karwendel ein neues Informationszentrum für Besucher geplant. In das Gebäude will auch der Tourismusverband sein Büro verlegen. Zum anderen soll eine alte Holzerhütte im Gleirschtal in einen großen Ausstellungsraum verwandelt werden, wo Interessierte alles rund um das Thema Holz erfahren. Unter anderem soll das Leben der Holzer dargestellt oder über die Holznutzung einst und jetzt informiert werden. Im Außenbereich vor der Hütte wird sich der interaktive Teil der Ausstellung abspielen.

Für die inhaltliche Konzeption sowie die formelle Einreichung zeichnet der Naturpark Karwendel verantwortlich. Mit rund 900.000 Euro wird das Projekt insgesamt zu Buche schlagen, schätzt Geschäftsführer Hermann Sonntag.

Der TVB Olympiaregion wird sich mit ca. 200.000 bis 250.000 Euro beteiligen. Für Christian Wandl ist es das auf jeden Fall wert. „Das Vorhaben positioniert nicht nur Scharnitz als Tor zum Karwendel, sondern bringt die ganze Region weiter.“ Auch wenn Wandl das Projekt forciert, der Beschluss dazu muss erst von den TVB-Gremien getroffen werden.

Zunächst ist die Gemeinde Scharnitz am Zug, die für das Besucherzentrum den Grund einbringt. Der Grundsatzbeschluss für das Vorhaben soll noch im August vom Gemeinderat getroffen werden. Bürgermeisterin Isabella Blaha zeigt sich vom Konzept ganz angetan und ist überzeugt: „Wir in Scharnitz müssen etwas herzeigen und sowohl den Einheimischen als auch den Gästen etwas bieten.“