Hypo NÖ schrieb im Halbjahr weitere 20 Mio. Euro wegen Heta ab
St. Pölten/Klagenfurt/Wien (APA) - Die Hypo NÖ Gruppe hat heuer im ersten Halbjahr wegen des Heta-Moratoriums weitere Wertberichtigungen auf...
St. Pölten/Klagenfurt/Wien (APA) - Die Hypo NÖ Gruppe hat heuer im ersten Halbjahr wegen des Heta-Moratoriums weitere Wertberichtigungen auf Anleihen der Bad Bank der früheren Hypo Alpe Adria vorgenommen. Konkret wurden bis Juni 20,6 Mio. Euro wegen der Heta abgeschrieben, in Summe bisher schon 84,5 Mio. Euro der gehaltenen Anleihen von 225 Mio. Euro. Operativ lief das Halbjahr gut, wenngleich der Gewinn leicht zurückging.
Ohne Heta-Thematik hätte sich das Ergebnis wohl mehr als verdoppelt, schätzen Beobachter. So aber ging der dem Eigentümer zurechenbare Periodenüberschuss von 11,7 Mio. Euro vor einem Jahr auf nun 6,6 Mio. Euro zurück, wie die Hypo NÖ am Mittwoch im Halbjahresbericht mitteilte. Vor Steuern erreichte der Periodenüberschuss 9,3 (15,4) Mio. Euro.
Geschmälert wurde das Ergebnis auch durch erstmals fällig gewordene gesetzliche Beträge zum Einlagensicherungsfonds von 3,77 Mio. Euro bzw. der erhöhten Stabilitätsabgabe („Bankenabgabe“) - 7,3 Mio. Euro nach 6,6 Mio. Euro im Erstsemester 2014.
Mit den weiteren Heta-Abschreibungen berücksichtigte die Hypo NÖ nach Eigenangaben neue Erkenntnisse wie etwa den Heta-Jahres- und Konzernabschluss 2014 sowie das Memorandum of Understanding zwischen dem Freistaat Bayern und der Republik Österreich bezüglich der geplanten Bereinigung bestehender Rechtsstreitigkeiten rund um die Abwicklungsbank Heta. Es zeige sich, „dass die Hypo NÖ solide aufgestellt ist und auch die Auswirkungen des Heta-Schuldenmoratoriums gut verkraften kann“, so der Vorstandschef der Bankengruppe, Peter Harold.
2014 hatte die nö. Hypo schon 64 Mio. Euro der Heta-Anleihen abgeschrieben. Von den 225 Mio. Heta-Schuldscheinen, die 2006/07 erworben wurden, hat nach früheren Angaben 195 Mio. Euro die Hypo NÖ Gruppe Bank und 30 Mio. die Hypo NÖ Landesbank gehalten.
Der Zinsüberschuss des Konzerns legte im 12-Monats-Abstand vor Risikovorsorgen um 3,6 Mio. auf 65,6 Mio. Euro zu, nach Risikovorsorgen fürs Kreditgeschäft auf 66,6 (61,9) Mio. Euro. Das Provisionsergebnis verringerte sich leicht auf 6,5 (6,8) Mio. Euro, der Verwaltungsaufwand legte laut Gesamt-Ergebnisrechnung auf 67,4 (64,9) Mio. Euro zu. Die Bilanzsumme lag per 30.6. mit 15,6 Mrd. Euro etwas tiefer (Ende 2014: 15,9 Mrd. Euro).
Die Konzerneigenkapitalausstattung wurde ausgeweitet auf 571,5 Mio. Euro, nach 569,5 Mio. Euro Ende des ersten Halbjahres 2014. Die Kernkapitalquote legte im Vergleich der beiden Halbjahre auf 13,4 (12,3) Prozent zu und die Eigenmittelquote auf 15,7 (15,3) Prozent, beide Kennzahlen „weiterhin deutlich über den gesetzlichen Vorgaben“, wie das Institut betont.
Ihren Fokus will die Hypo NÖ weiterhin auf Regionalität und Nachhaltigkeit setzen. Als „regionaler Konjunkturmotor“ habe man heuer im ersten Halbjahr trotz erschwerter Rahmenbedingungen Neu-Kredite im Umfang von rund 600 Mio. Euro vergeben können.
Der Mitarbeiterstand erhöhte sich per Ende Juni im Jahresabstand von 911 auf 914.
www.heta-asset-resolution.com ~ APA170 2015-08-19/10:56
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