RBI - EBRD steigt mit etwa einem Viertel in Aval-Bank ein
Wien (APA) - Die Raiffeisenbank International (RBI) ist mit der Osteuropabank EBRD in finalen Verhandlungen über einen EBRD-Einstieg bei der...
Wien (APA) - Die Raiffeisenbank International (RBI) ist mit der Osteuropabank EBRD in finalen Verhandlungen über einen EBRD-Einstieg bei der ukrainischen Tochter Raiffeisen Bank Aval. Es handle sich um eine „substanzielle Minderheitsbeteiligung“, erklärte der RBI-Vorstand heute. Ein Abschluss wird in den nächsten Wochen erwartet.
Zur konkreten Größenordnung der EBRD-Beteiligung gab es in der Halbjahrespressekonferenz am Mittwoch noch keine verbindlichen Angaben. Sie könnte aber bei etwa 25 Prozent liegen, heißt es. Der RBI-Vorstand spricht von einem positiven Signal für die gesamte Wirtschaft dieses Landes.
Auf die RBI-Kapitalbilanz wird der Deal einen positiven Effekt haben, da nachrangige Darlehen der EBRD in Beteiligungskapital umgewandelt werden. Daher handelt es sich laut Raiffeisen „formal“ um eine gemeinsame Kapitalerhöhung.
Die Ukraine-Bank (10.600 Mitarbeiter, rund 2,3 Mrd. Euro Bilanzsumme) hat im heurigen ersten Halbjahr 57 Mio. Euro Verlust ausgewiesen, nach einem Nettoverlust von 290 Mio. Euro im Gesamtjahr 2014. Im zweiten Quartal 2015 gab es sogar einen kleinen Nettogewinn. Sevelda hält es aber für zu früh, von einer Trendwende zu sprechen. Die Aval Bank stemme sich aber erfolgreich gegen die Krise. Belastend wirkten Währungsverluste und die geopolitische Lage.
In der Ukraine-Bank Aval läuft ein umfassendes Sparprogramm. In den letzten zwölf Monaten wurden 100 Geschäftsstellen geschlossen.
~ ISIN AT0000606306 WEB http://www.rbinternational.com/ ~ APA204 2015-08-19/11:27
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