Unwetter-Gefahr: Schweizer AKW-Betreiber müssen Analysen nachbessern
Brugg (APA/sda) - Die Betreiber der fünf Schweizer Atomkraftwerke müssen ihre Gefährdungsanalysen für extreme Wetter wie Tornado und Starkre...
Brugg (APA/sda) - Die Betreiber der fünf Schweizer Atomkraftwerke müssen ihre Gefährdungsanalysen für extreme Wetter wie Tornado und Starkregen nachbessern. Das fordert die Atomaufsichtsbehörde ENSI nach Prüfung der eingereichten Analysen von den AKW-Betreibern.
In den Eingaben hätten fast durchgehend Angaben zum Mittelwert der Gefährdungen gefehlt, teilte das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) am Mittwoch auf seiner Website mit. Auch seien „einige Werte nicht plausibel“ erschienen.
Insbesondere für extreme Winde und extreme Lufttemperaturen sei eine regionale Betrachtung auf Basis von Daten mehrerer repräsentativer Standorte notwendig, hält das ENSI fest.
Daher seien die Werke aufgefordert worden, die im Februar 2014 eingereichten Gefährdungsanalysen mithilfe ausgewiesener Experten zu überarbeiten. Für die laufende Prüfung der sicherheitstechnischen Nachweise gegen extreme Wetterbedingungen geht das ENSI nach eigenen Angaben von teilweise verschärften Gefährdungswerten aus.
Die AKW-Betreiber mussten in den Analysen die Gefahren von extremer Winde, Tornado, Starkregen auf dem Anlagenareal und Schneehöhen sowie Hagel aufzeigen. Die Gefahren durch extreme Wetterbedingungen gehören gemäß ENSI zu den diesjährigen Schwerpunkten des Aktionsplans nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima 2011.
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