Leitbörsen in Fernost tendieren uneinheitlich

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio verlor 1,61 Prozent auf 2...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio verlor 1,61 Prozent auf 20.222,63 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong verlor 1,31 Prozent auf 23.167,85 Einheiten. Der Shanghai Composite gewann hingegen 1,23 Prozent auf 3.794,11 Punkte.

Die Märkte in Indien und Australien tendierten fester. Der Sensex 30 in Mumbai notierte zuletzt bei 27.931,64 Zählern mit plus 0,36 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg 1,33 Prozent auf 5.379,80 Einheiten.

Die Nerven der Anleger am chinesischen Aktienmarkt sind auch am Mittwoch strapaziert worden. Zunächst setzten die Festlandbörsen in Shanghai und Shenzhen ihre Talfahrt mit Kursverlusten von zeitweise mehr als 5 Prozent fort. Dann erholten sie sich, drehten ins Plus und verzeichneten zum Handelsschluss sogar deutliche Zuwächse.

Händler begründeten die späten Kursaufschläge mit der Hoffnung, dass die Regierung in Peking die Aktienmärkte weiter stützen könnte. Allerdings gab es zuletzt bei einbrechenden Kursen in China auch immer wieder Spekulationen in genau die andere Richtung, dass nämlich die Regierung die konjunkturellen Hilfsmaßnahmen zurückfahren werde.

Der Hang-Seng-Index in Hongkong, wo auch ausländische Investoren uneingeschränkt handeln können, gab hingegen seine zunächst moderaten Kursgewinne wieder ab und schloss schwächer. Die Papiere der in Hongkong ansässigen Fluggesellschaft Cathay Pacific Airways brachen am Index-Ende nach einem schwächer als von Analysten erwarteten Gewinn um 7,68 Prozent ein. Verluste aus Absicherungsgeschäften für Treibstoff machten der Airline zu schaffen.

An Japans Börsen, die zeitlich vor den Aktienmärkten in China schließen und somit auf die Erholung der dortigen Kurse nicht mehr reagieren konnten, ging es bergab. China ist ein wichtiger Handelspartner Japans. Erschwerend kam hinzu, dass im Juli das Defizit in der japanischen Handelsbilanz größer ausgefallen war als erwartet.

Die Aktien des Arzneiherstellers Daiichi Sankyo litten überdies unter einer Abstufung durch Morgan Stanley und sackten am Nikkei-Ende um mehr als 5 Prozent ab. An der Index-Spitze fanden sich die Papiere des Elektronikkonzerns Toshiba mit plus 7,71 Prozent. Anleger goutierten damit Toshibas Ankündigung seinen Verwaltungsrat mit externen Kandidaten aufzustocken.

In Sydney legte der australische Leitindex ASX 200 zu, wovon sich einige Marktteilnehmer angesichts der zeitweise sehr schwachen chinesischen Börsen überrascht zeigten. Bank-Aktien erholten sich deutlich. Energiewerte seien von einer Rally bei den Terminkontrakten auf Öl angetrieben worden, hieß es.

Die indische Börse tendierte zuletzt positiv. Die Hoffnung, der schwache Kurs der Rupie könnte die Gewinne durch Exporte steigern, stützt die Aktienwerte von Pharmaunternehmen und Softwareentwicklern. Investoren sehen in Indien langfristiges Potenzial, das es von den Turbulenzen der chinesischen Wirtschaft etwas unabhängiger machen könnte. Sun Pharmaceutical Industries, der wertmäßig größte Pharmakonzern Indiens, legte zuletzt um 3,89 Prozent zu. Infosys erreichte mit einem Plus von 1,52 Prozent einen Rekordwert und Wipro notierte am mit plus 2,20 Prozent am Monatshoch.