IS-Anschlag auf syrische Kurdenmiliz: Elf Tote

Damaskus (APA/Reuters/dpa) - Bei einem Selbstmordanschlag auf Büros einer kurdischen Miliz in Nordsyrien sind nach Angaben der oppositionsna...

Damaskus (APA/Reuters/dpa) - Bei einem Selbstmordanschlag auf Büros einer kurdischen Miliz in Nordsyrien sind nach Angaben der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch mindestens elf Menschen getötet worden. Ziel des Attentats seien Büros der Asayish-Sicherheitskräfte in der Stadt Qamishli nahe der Grenze zur Türkei gewesen. Die Jihadistenmiliz IS bekannte sich zu der Tat.

Der Attentäter habe sich mit einem Tankwagen in die Luft gesprengt, hieß es weiter. Ein Kurdenvertreter erklärte zunächst, unter den Getöteten seien zehn Zivilisten und zwei Angehörige der Miliz. Laut der in Großbritannien ansässigen Beobachtungsstelle, die ihre Informationen von einem Netzwerk von Aktivisten in Syrien erhält, wurden mindestens 29 Menschen verletzt.

Die mehrheitlich von Kurden bewohnte Stadt Qamishli (Kamishli) liegt an der Grenze zur Türkei. Sie wird von den kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) kontrolliert. In der Stadt sind jedoch auch Truppen des syrischen Regimes stationiert.

Kämpfer der YPG hatten den Extremisten des „Islamischen Staates“ (IS) in den vergangenen Monaten mehrere empfindliche Niederlagen beigebracht. Qamishli ist bereits mehrfach Ziel von Anschlägen geworden, die dem IS zugeschrieben werden.