Europas Leitbörsen zu Mittag einheitlich schwächer

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch im Verlauf einheitlich schwächer notiert. Der Euro-Stoxx-50 verlor...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch im Verlauf einheitlich schwächer notiert. Der Euro-Stoxx-50 verlor 26,35 Einheiten oder 0,75 Prozent auf 3.469,03 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.45 Uhr mit 10.787,62 Punkten und minus 128,30 Einheiten oder 1,18 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London verlor um 63,78 Zähler oder 0,98 Prozent und steht nun bei 6.462,51 Stellen.

Die Europäische Zentralbank meldete, dass der Überschuss in der Leistungsbilanz des Euroraums im Juni gestiegen ist. Der Saldo legte von revidiert 19,1 Milliarden Euro im Vormonat auf 25,4 Milliarden Euro zu. Verantwortlich für die Entwicklung war der höhere Überschuss beim Warenhandel.

Der Deutsche Bundestag hat wie erwartet weitere Milliardenzahlungen an Griechenland genehmigt. Dennoch haben die Sorgen um die Wirtschaft in China gepaart mit anhaltenden Turbulenzen an den dortigen Aktienmärkten die Anleger in Europa erneut verunsichert.

Insbesondere konjunktursensible Aktien wie Rohstoff-, Chemie-und Autowerte entwickelten sich sehr schwach. Im Euro-Stoxx-50 tendierte Daimler mit minus 1,75 Prozent und BASF mit minus 2,12 Prozent am unteren Ende.

In London brachen die Aktien des Rohstoffkonzerns Glencore nach Geschäftszahlen zuletzt um 7,52 Prozent ein und waren damit der mit Abstand schwächste Wert im „Footsie“. Glencore hatte wegen niedrigerer Rohstoffpreise im ersten Halbjahr deutlich weniger verdient als ein Jahr zuvor.

Geschäftszahlen gab es auch vom dänischen Windkraftanlagenbauer Vestas, der im ersten Halbjahr mit einer kräftigen Umsatz-und Gewinnsteigerung glänzen konnte. Auch der Auftragsbestand legte deutlich zu. Die Aktie gab in Kopenhagen dennoch mit 0,16 etwas nach. Anleger hätten wohl darauf gesetzt, dass Vestas den Ausblick anheben werde, hieß es. Das Unternehmen behielt ihn aber lediglich bei. Zudem hatten sich die Papiere seit Jahresanfang bereits stark verteuert.

Am festeren Ende des Euro-Stoxx-50 waren zu Mittag einige Großbanken zu finden. Societe Generale gewannen 0,90 Prozent, gefolgt von Santander mit einem Kursgewinn von 0,89 Prozent und der BNP Paribas (plus 0,78 Prozent) sowie der Unicredit (plus 0,32 Prozent).

~ ISIN EU0009658145 ~ APA316 2015-08-19/14:03