Fußball: FIFA-Kandidat Chung zu Untersuchung gegen ihn: „zynisch“

Seoul (APA/dpa) - FIFA-Präsidentschaftskandidat Chung Mong-joon hat die gegen ihn laufenden Ermittlungen der FIFA-Ethikkommission am Mittwoc...

Seoul (APA/dpa) - FIFA-Präsidentschaftskandidat Chung Mong-joon hat die gegen ihn laufenden Ermittlungen der FIFA-Ethikkommission am Mittwoch als „zynisch“ bezeichnet. Der Südkoreaner hatte im Jahr 2010 als FIFA-Vizepräsident 400.000 Dollar für Fußball-Projekte in einer von einer Flut betroffenen Region in Pakistan bewilligt.

Im Juni waren von der asiatischen Konföderation angebliche Belege über nicht ordnungsgemäß verwendete Spendengelder an die FIFA-Ethikkommission weitergeleitet worden. Milliardär Chung verurteilte die Untersuchung als „zynischen und unethischen Versuch der FIFA, wohltätige Spenden für politische Manipulationen zu missbrauchen“.

Am Montag hatte Chung seine Bewerbung um die Nachfolge von FIFA-Präsident Joseph Blatter publik gemacht. Diese hatte er mit harscher Kritik an der Amtsführung des Schweizers verbunden. Chung muss wie alle anderen Kandidaten eine Integritätsprüfung durch die Ethikkommission überstehen. Ob die laufenden Ermittlungen eine Kandidatur verhindern können, ist noch unklar.