Kärntner Korruptionsprozess: Bedingte Haftstrafen verhängt 1

Klagenfurt/Wien (APA) - Im Kärntner Korruptionsprozess gegen einen ehemaligen Mitarbeiter des früheren freiheitlichen Regierungspolitikers U...

Klagenfurt/Wien (APA) - Im Kärntner Korruptionsprozess gegen einen ehemaligen Mitarbeiter des früheren freiheitlichen Regierungspolitikers Uwe Scheuch (BZÖ/FPK/FPÖ) sowie den Medienunternehmer Hansjörg Berger hat Richter Oliver Kriz am Mittwoch Schuldsprüche wegen Amtsmissbrauchs verkündet. Der Ex-Mitarbeiter bekam 21 Monate bedingt, Berger 17 Monate bedingt. Nach der Urteilsverkündung folgte die Begründung des Richters.

Beide Angeklagten hätten eigentlich je drei Monate mehr bekommen, allerdings zog der Schöffensenat diese Zeit wegen der langen Verfahrensdauer von der Strafe ab. Den beiden Angeklagten war vorgeworfen worden, mit überhöhten Inseraten-Rechnungen Geld aus dem Land gezogen zu haben, das später abgeschöpft wurde. Über Scheinrechnungen und Kick-back-Zahlungen floss offenbar Geld aus dem Land zur Partei und zu Scheuch. Der frühere Mitarbeiter des Politikers steht auch im Fokus der Ermittlungen in der Causa „Ideenschmiede“.