Ukraine - Putin wirft ausländischen Kräften Sabotage auf der Krim vor

Sewastopol/Moskau (APA/AFP) - Der russische Präsident Wladimir Putin hat ausländischen Staaten Sabotagepläne auf der Halbinsel Krim vorgewor...

Sewastopol/Moskau (APA/AFP) - Der russische Präsident Wladimir Putin hat ausländischen Staaten Sabotagepläne auf der Halbinsel Krim vorgeworfen. Es gebe ein „offensichtliches Risiko“, dass ausländische Kräfte die Lage auf der Krim „destabilisieren“ wollten, sagte Putin am Mittwoch nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti in der Stadt Sewastopol.

In „gewissen Hauptstädten“ werde offen über „subversive Aktivitäten“ auf der Krim gesprochen, sagte Putin bei einem Treffen zur regionalen Sicherheit mit ranghohen Regierungsvertretern laut RIA Nowosti. Dazu werde auch Personal rekrutiert und ausgebildet. Der russische Staatschef benannte keine konkreten Länder und machte auch zu den mutmaßlichen Umsturzplänen keine genaueren Angaben.

Es ist Putins dritter Besuch auf der Krim, seit Russland die ukrainische Halbinsel im Frühjahr vergangenen Jahres ins eigene Staatsgebiet aufgenommen hatte. Russland war für die Annexion der Krim international scharf verurteilt worden. Moskau wird außerdem vorgeworfen, die pro-russischen Aufständischen in der Ostukraine, die gegen die ukrainische Armee kämpfen, zu unterstützen. Russland weist das zurück.

Inmitten dieser angespannten Lage deutete Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch an, dass Putin bereit sei, am Rande der UNO-Generalversammlung in New York US-Präsident Barack Obama zu treffen. Sollte von US-Seite ein solcher Vorschlag gemacht werden, werde der Präsident ihn „positiv erwägen“, sagte Lawrow im staatlichen Fernsehen. Der Außenminister begleitete Putin auf der Krim-Reise. Die UNO-Generalversammlung findet im September statt. Nach den vorläufigen Planungen werden Obama und Putin am selben Tag vor den Delegierten sprechen.