Neue Vergewaltigungsvorwürfe gegen UNO-Truppen in Zentralafrika

New York (APA/dpa/AFP) - Im Skandal um sexuellen Missbrauch durch Soldaten der Vereinten Nationen in der Zentralafrikanischen Republik gibt ...

New York (APA/dpa/AFP) - Im Skandal um sexuellen Missbrauch durch Soldaten der Vereinten Nationen in der Zentralafrikanischen Republik gibt es neue Vorwürfe. In den vergangenen Wochen sollen drei junge Frauen vergewaltigt worden sein, teilte eine UNO-Sprecherin am Mittwoch in New York mit. Eine sei minderjährig gewesen.

Die Sprecherin lehnte es ab, die Nationalität der Blauhelm-Soldaten zu nennen, gegen die sich die Vorwürfe richten. Angeblich soll es sich aber um Soldaten aus der Demokratischen Republik Kongo handeln. Die Soldaten sollen zu einem Kontingent der Friedensmission (MINUSCA) gehört haben, das in der Stadt Bambari stationiert war, 300 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bangui. Die Familien der Opfer hätten sich vor einer Woche bei UNO-Stellen gemeldet.

In den vergangenen Monaten waren immer wieder Missbrauchsvorwürfe gegen Soldaten vor allem in der Zentralafrikanischen Republik laut geworden. Generalsekretär Ban Ki-moon hatte vergangene Woche den Chef der UNO-Mission in der Zentralafrikanischen Republik, Babacar Gaye, entlassen. Ban sagte, dass das Problem das „Krebsgeschwür in unserem System“ sei. Kein sexueller Missbrauch dürfe toleriert werden.

Zuletzt war einem UN-Soldaten vorgeworfen worden, er habe Anfang August ein zwölfjähriges Mädchen vergewaltigt. Auch gegen mehrere französische Soldaten wird wegen Kindesmissbrauchs in Zentralafrika ermittelt.

~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA505 2015-08-19/20:54