Stams stimmt Grundkauf von Tiwag zu
Der Flächenverkauf für das neue Ausgleichsbecken des Kraftwerk Kühtai wurde vom Gemeinderat Stams mehrheitlich abgesegnet.
Von Agnes Dorn
Stams –Am Mittwochabend wurde im Stamser Gemeinderat der Kaufvertrag über die Fläche für das geplante Ausgleichsbecken des Kraftwerkes Sellrain-Silz an die Tiwag beschlossen. Dabei geht es um 8325 Quadratmeter. Die Genehmigung erfolgte mit neun Ja- zu drei Nein-Stimmen. Damit seien alle Feldwege bis zum Fußballplatz abgelöst, die laut Gemeinde „mit dem UW-Becken nicht mehr notwendig“ sein werden. Auch ein derzeit landwirtschaftlich genutztes Grundstück ist im Geschäft mitenthalten.
Im nun genehmigten Kaufvertrag ist der Quadratmeterpreis in der Höhe von 45 Euro (anders als im Vorvertrag) geteilt: und zwar in einen Grundpreis von 25 Euro sowie eine Abgeltung des verwertbaren Schottermaterials von 20 Euro. Aus „rechtlichen Gründen“ und „um zu vermeiden, dass dann jemand sagt, bei mir ist aber gutes Material drin“, sei diese Teilung noch vorgenommen worden, erklärte Bürgermeister Franz Gallop.
Drei Gegenstimmen musste die Genehmigung in Kauf nehmen. Allen voran jene von GR Hermann Schweigl, der sich ein besseres Ergebnis erhofft hatte. Er verwies insbesondere auf die langen und erfolgreichen Verhandlungen der Nachbargemeinde Silz mit der Tiwag.
Auch die Abgeltung in der Höhe von 56.000 Euro für verlorene Flächen beim Fußballplatz im Zuge der Errichtung des Schwallausgleichsbeckens wurde mit neun zu drei Stimmen genehmigt. Ersatz-GR Peter Thaler forderte in diesem Zusammenhang die Gemeinde auf, die Sanierung des Fußballplatzes (momentan steht er vollständig unter Wasser) doch mit diesem erhaltenen Geld endlich vorzunehmen. Doch da würde die Entschädigungszahlung bei Weitem nicht ausreichen: Die vollständige Sanierung des Fußballplatzes würde um einiges mehr, nämlich insgesamt geschätzte 400.000 Euro, kosten.
Eine sofortige Totalsanierung, wie von Thaler angesprochen, sei derzeit nicht möglich, wie Gallop betonte. Denn wie so oft: „Es kommt immer auf die Finanzen an, was in einer Gemeinde umgesetzt werden kann.“ Aber zumindest werde der Platz jetzt in Kürze belüftet und mit Quarzsand verbessert.
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