EU will Zwei-Grad-Ziel in Pariser Klimakonferenz festschreiben
Brüssel (APA) - Die EU sieht noch Hürden für die geplante internationale Klimaschutzkonferenz im Dezember in Paris. EU-Klimakommissar Miguel...
Brüssel (APA) - Die EU sieht noch Hürden für die geplante internationale Klimaschutzkonferenz im Dezember in Paris. EU-Klimakommissar Miguel Arias Canete sagte am Donnerstag in Brüssel, in Paris müsse das Ziel von maximal zwei Grad Erderwärmung bestätigt werden. Außerdem brauche es ein langfristiges CO2-Reduktionsziel von mindestens 60 Prozent bis 2050 im Vergleich zu 2010.
Canete forderte von mehreren Staaten, ihre CO2-Einsparungsziele bekannt zu geben. Bisher hätten 56 Länder, die 61 Prozent der weltweiten Emissionen repräsentieren, solche Ziele vorgelegt. Dies sei ein Fortschritt im Vergleich zum derzeitigen Kyoto-Protokoll. So hätten nicht nur die größten Emittenten USA, China und Europa Beiträge vorgelegt, sondern auch die verwundbarsten Länder in Afrika, der Karibik und im Pazifik.
„Aber die nicht so gute Nachricht ist, dass die derzeitigen Beiträge nur etwa ein Viertel aller Länder ausmachen“, sagte Canete. Wichtige führenden Industrie- und Schwellenländer der G-20 wie Argentinien, Brasilien, Indien, Indonesien, Saudi-Arabien, Südafrika, und die Türkei müssten ihre beabsichtigten CO2-Einsparungen umgehend vorlegen.
Der EU-Kommissar kritisierte auch das schleppende Tempo der Verhandlungen auf technischer Ebene. Durch die von den UA angekündigten Klimaziele sei zwar Bewegung in die Verhandlungen hineingekommen, doch sei der Fortschritt „schmerzhaft langsam“. Noch im August müssten die Verhandlungen mehr auf Substanzpunkte eingehen, forderte Canete.
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