Hypo Tirol relativiert Gewinnsprung
Innsbruck – Nachdem die zu 100 Prozent in Landesbesitz stehende Hypo Tirol Bank im Vorjahr wegen der Turbulenzen um die Hypo-Alpe-Abbaugesel...
Innsbruck –Nachdem die zu 100 Prozent in Landesbesitz stehende Hypo Tirol Bank im Vorjahr wegen der Turbulenzen um die Hypo-Alpe-Abbaugesellschaft Heta noch einen Bilanzverlust von 18,5 Mio. Euro eingefahren hat, wurde im ersten Halbjahr 2015 ein Gewinn nach Steuern von rund 81 Mio. Euro erwirtschaftet. Im Vergleichszeitraum 2014 waren es rund 11 Mio. Euro gewesen. Das Konzernergebnis vor Steuern belief sich im ersten Halbjahr auf rund 104 Mio. Euro.
Die hohe Steigerung im Konzernergebnis gegenüber dem Vorjahr ergebe sich vor allem durch IFRS-Bewertungsgewinne, teilt die Bank mit. Durch den Vertrauensverlust aufgrund des Heta-Moratoriums sei es zu einer Ausweitung der so genannten Credit Spreads (die Renditespanne) gekommen, was sich positiv auf das Ergebnis aus Veränderung des eigenen Bonitätsrisikos auswirke. Das Ergebnis vor Veränderung des eigenen Bonitätsrisikos liege nämlich auf Plan bei weit geringeren 20,6 Mio. Euro. Laut Hypo-Aufsichtsratschef Wilfried Stauder und Vorstandsvorsitzenden Hans-Peter Hörtnagl handle es sich bei diesem Bewertungseffekt um eine Momentaufnahme, die sich bis Jahresende „deutlich abschwächen“ werde.
Die Bilanzsumme der Hypo sei im 1. Halbjahr plangemäß von 8,3 auf 7,7 Mrd. Euro weiter reduziert worden. Die Kernkapitalquote stieg von 10,8 auf 11,06 Prozent. In Sachen Heta-Kosten wartet man auf Gespräche mit dem Finanzminister. Satte Millionenklagen auch der Hypos stehen im Raum. (va)
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