Zwei Männer in Saudi-Arabien wegen Terrorismusvorwürfen hingerichtet
Riad (APA/dpa) - In Saudi-Arabien sind zwei Männer aus dem zentralafrikanischen Tschad wegen Mitgliedschaft in einer Terrorgruppe hingericht...
Riad (APA/dpa) - In Saudi-Arabien sind zwei Männer aus dem zentralafrikanischen Tschad wegen Mitgliedschaft in einer Terrorgruppe hingerichtet worden. Wie das Innenministerium am Donnerstag weiter mitteilte, gehörten sie einer dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahe stehenden Zelle an, die vor gut zehn Jahren Angriffe auf Ausländer verübt hatte. Beide Männer seien in der Hafenstadt Jidda enthauptet worden.
In den Jahren 2003 und 2004 wurde Saudi-Arabien von einer Terrorwelle heimgesucht, wofür die Behörden Anhänger von Al-Kaida verantwortlich machten. Im November 2003 starben bei einem Bombenanschlag auf eine Wohnanlage in Riad mindestens 18 Menschen. Im Mai des selben Jahres kamen 35 Menschen bei Bombenexplosionen in hauptsächlich von Ausländern bewohnten Vierteln der Hauptstadt ums Leben. Die Verurteilten sollen unter anderem an der Erschießung eines Franzosen im Jahr 2004 beteiligt gewesen sein.
Die Zahl der Hinrichtungen liegt in dem streng-islamischen Königreich damit bei 109 allein in diesem Jahr. 2014 gab es 83 Hinrichtungen, ein Jahr zuvor waren es laut Menschenrechtlern knapp 80 gewesen. In Saudi-Arabien steht auf zahlreiche Straftaten die Todesstrafe, unter anderem auf Mord, Vergewaltigung, Drogenhandel und „Hexerei“.
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